Takuma Asano (vorne rechts) erzielte gegen Hannover sein erstes Bundesliga-Tor. Foto: Bongarts

Eine starke erste Halbzeit bringt dem VfB Stuttgart gegen Hannover 96 den ersten Auswärtspunkt ein. Dabei macht sich besonders die Personalie Takuma Asano bezahlt. Wir analysieren das Spiel gegen Dortmund in unserer Fünferkette.

Stuttgart - Der VfB zeigt beim 1:1 in Hannover eine starke erste Halbzeit. Dabei glänzen die beiden schnellen Spitzen Takuma Asano und Josip Brekalo. Dem Japaner, Spitzname „Jaguar“, gelingt mit dem 1:0 gar das erste Bundesligator. Leidtragender ist aber Simon Terodde, der wieder nicht in der Startelf stand. „Er hat diese Entscheidung akzeptiert“, sagt der VfB-Trainer Hannes Wolf.

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Spielidee Der VfB spielte beim 1:1 (1:0) bei Hannover 96 von Beginn an wesentlich offensiver und mit mehr Gegenpressing als in den sechs Auswärtspartien zuvor, die allesamt verloren wurden. Simon Terodde („Er hat es akzeptiert. Aber seine Teamplayer-Qualitäten werden schon arg strapaziert“, gab Hannes Wolf zu) schmorte zunächst auf der Bank. Dafür tat das quirlige Trio Takuma Asano, Josip Brekalo und Berkay Özcan in vorderster Linie Dienst – und wusste vor allem in der ersten Halbzeit zu beeindrucken. „Es wären auch zwei Punkte mehr drin gewesen“, sagte daher der VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler, vor dem Holger Badstuber die Viererkette mit Timo Baumgartl, Emiliano Insua und Benjamin Pavard organisierte.

Spielentscheidend Gegen den Mitaufsteiger aus Niedersachsen gelang dem VfB eine ganz starke erste Halbzeit. Angetrieben vom äußerst emsigen und kampfstarken Kapitän Christian Gentner ging die Taktik von Hannes Wolf, es mit den zwei schnellen Leichtgewichten Asano und Brekalo zu probieren, voll auf. „Ich dachte, irgendwann wird er bei dem Einsatz schlapp, aber das war nicht der Fall“, lobte Hannes Wolf aber vor allem den Maskenmann Gentner, der ein erstklassiges Spiel machte. Vor der 1:0-Führung (24.) durch das erste Erstligator von Takuma Asano benötigten die Stuttgarter aber dennoch die Unterstützung der 96er. Deren Schlussmann Philipp Tschauner ließ einen Gentner-Schuss aus 22 Metern abprallen – und Asano staubte in bester Gerd-Müller-Manier ab.

Spielentscheider „Bei diesem Unentschieden ist auch ein weinendes Auge mit dabei“, sagte Andreas Beck. „Aber wir haben aus den Rückschlägen in anderen Auswärtsspielen - etwa in Frankfurt - gelernt und diesmal immerhin nicht verloren.“ Der erste hart erkämpfte Auswärtspunkt ist also auf der Habenseite des VfB. Es wurde auch deshalb kein Sieg, weil der Schiedsrichter Dingert nach einem vermeintlichen Foul von Benjamin Pavard an Hannovers Ostrzolek Elfmeter pfiff, den der für Martin Harnik zur Pause eingewechselte Niclas Füllkrug zum 1:1-Endstand verwandelte (76.). Entscheidend war aber neben dem Elfmeter auch, dass der VfB das Tempo, die Kompaktheit und die Zweikampfstärke der ersten Halbzeit nach der Pause nicht beibehalten konnte.

Wortspiel „Die Art und Weise des Spiels der Mannschaft war hervorragend. Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, denn es war sicherlich mehr drin“, sagte der Präsident Wolfgang Dietrich: „Aber der Auftritt macht Mut für die Zukunft.“

Spielplan Die nächste Möglichkeit, den ersten Auswärtssieg der Saison zu landen, bietet sich dem VfB bereits am nächsten Samstag. Dann steht um 15.30 Uhr das Gastspiel bei Werder Bremen auf dem Programm.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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