Jamal Khashoggi war am 2. Oktober in der Türkei in das saudi-arabische Konsulat gegangen. Seitdem ist er verschwunden. Foto: AP

Die Außenminister der G7-Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen haben sich besorgt über das Verschwinden des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi gezeigt.

Washington - Die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini haben von Saudi-Arabien Aufklärung im Fall des verschwundenen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi gefordert. Die Verantwortlichen für sein Verschwinden müssten zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstagabend (Ortszeit). Man setze auf die Zusammenarbeit der Türkei und Saudi-Arabiens und hoffe darauf, dass das Königreich eine „gründliche, glaubwürdige, transparente und sofortige Ermittlung“ vornehme. Zu den G7-Staaten gehören die USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Deutschland, Japan und Italien.

Jamal Khashoggi war am 2. Oktober in der Türkei in das saudi-arabische Konsulat gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Seitdem ist er verschwunden. Der Journalist lebte seit mehr als einem Jahr im selbst gewählten US-Exil und schrieb unter anderem für die Zeitung „Washington Post“ regierungskritische Artikel über Saudi-Arabien. Die US-Behörden machen Druck auf die Regierung in Riad, sein Verschwinden aufzuklären. Die Saudis beteuern ihre Unschuld.

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