Die Zufahrtsrampe an der Friedrichswahl wird momentan saniert. Ihr Abriss ist bereits beschlossene Sache. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Noch bis Ende des Monats ist die Zufahrtsrampe an der Friedrichswahl wegen Sanierungsarbeiten nachts von 22 bis 5 Uhr gesperrt. Der Abriss des Bauwerks ist beschlossene Sache, wird aber noch einige Jahre auf sich warten lassen.

Zuffenhausen - Bis Ende des Monats ist die Rampe an der Friedrichswahl nachts von 22 bis 5 Uhr wegen Bauarbeiten gesperrt (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund möchte die Zuffenhäuser CDU-Bezirksbeiratsfraktion in der Sitzung am 16. Juli einen Antrag einbringen. Darin wird die Stadtverwaltung um Auskunft über die Sanierungskosten und die Umleitungsregelung gebeten. Zudem wird gefordert, den Direktanschluss der B 10/27 „umgehend zu realisieren“ und auf weitere Sanierungen zu verzichten. Dass die 460 Meter lange Rampe abgerissen werden soll, hat der Gemeinderat bereits beschlossen. Ebenso, dass die bisherige Zufahrt durch einen Tunnel unterhalb der Stadtbahntrasse ersetzt wird (Die Stadtbahn bleibt oberirdisch).

Der Gemeinderat hat bereits 35 Millionen Euro für das Vorhaben zurückgelegt. Einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht. Laut Rainer Wallisch vom Amt für Stadtplanung und Wohnen ist die Realisierung des Großprojekts frühestens in drei bis fünf Jahren machbar. Zunächst sei ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Momentan beginne die Stadt mit den vertiefenden Planungen und stimme sich mit dem Regierungspräsidium ab.

Die Sanierungskosten trägt der Bund

Was die momentanen Arbeiten angeht, so sind diese laut Regierungspräsidium notwendig, um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten. Bereits Ende 2018 hätten an der Rampe „kurzfristige und provisorische Sanierungen“ erledigt werden müssen. Nun werde umfassender repariert und die gesamte Brücken-Übergangskonstruktion werde ausgetauscht. Die Übergangskonstruktion ist ein Bauelement einer Brücke, das die Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus gegenüber den Brückenenden ausgleicht. Die Sanierungskosten betragen eine halbe Million Euro, finanziert werden sie vom Bund. Weitere Reparaturen seien in nächster Zeit nicht geplant.

Während der Arbeiten kommt eine eigens für diese Baumaßnahme hergestellte Überfahrtsrampe zum Einsatz. Diese wird tagsüber zwischen 5 und 22 Uhr geschlossen. In dieser Zeit können Fahrzeuge die beiden normalen Fahrstreifen nutzen. In der Nacht hingegen muss die Brücke von 22 bis 5 Uhr geschlossen werden. Aus Sicherheitsgründen darf auf der Überfahrtsrampe maximal 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden.

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