Nicht nur dem Wolf am Eingang in den Stadtteil ist es zum Heulen zumute: Auch viele Wolfbuscher beklagen sich über den Verkehr vor der Haustür. Foto: /Simon Granville

Die Siedlergemeinschaft Wolfbusch klagt über den zunehmenden Verkehr in ihrem Stadtteil.

Weilimdorf - Neuer Wohnraum bringt nicht nur zwangsläufig mehr Menschen in ein Viertel, sondern auch meistens mehr Verkehr. Seit dem Neubau der Mehrfamilienhäuser am Uhu-, Kiebitz- und Albatrosweg sei ein weiterer Anstieg des Verkehrsaufkommens in den Straßen des Stadtteils Wolfbusch zu beobachten, moniert die Siedlergemeinschaft Wolfbusch. Insbesondere die Bewohner der Straße Beim Schnatzgraben seien belastet.

Die Siedler wandten sich daher an den Bezirksbeirat Weilimdorf. Ihre Bitte: Wenn der Kreisverkehr Spechtweg, Solitude- und Engelbergstraße ausgebaut sei, möge man die Verkehrsströme beobachten – und gegebenenfalls das Verkehrskonzept des gesamten Wolfbuschs überarbeiten. Die Crux: Der Stadtteil wird von manchen auch als Schleichweg benutzt, wenn sich die Fahrzeuge auf der Solitudestraße stauen.

Rausfinden, was die Bürger wollen

„Wir brauchen ein Gesamtkonzept; darauf möchten wir nachdrücklich hinweisen, nicht nur Einzelsperrungen, um manchen einen Gefallen zu tun“, betonte Klaus Hettegger, der erste Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Wolfbusch, in der Bezirksbeiratssitzung. Unter Umständen müsse man eine Bürgerversammlung einberufen, um zu sehen, was alle Bürger wollten.

Bei den Grünen im Bezirksbeirat wurde schon jetzt Handlungsbedarf konstatiert. Zumal die Unfälle mit Fußgängern und Fahrrädern am Alphornweg und am Spechtweg vor dem Solitude-Gymnasium zugenommen hätten. Sie stellten daher einen Initiativantrag, dass die Stadtverwaltung schon jetzt die Verkehrssituation betrachten und Maßnahmen entwickeln solle.

Verdrängungsverkehr ist das Problem

Auch die anderen Beiräte sahen das Problem des Verdrängungsverkehrs, wollten aber keine Maßnahmen, die dann womöglich rückgebaut werden müssten, wenn der Kreisverkehr fertiggestellt sei. „Wir bitten die Verwaltung, jetzt schon eine Bestandsaufnahme zu machen, damit die jetzigen Verkehrsströme verglichen werden können mit jenen, die später durch den Kreisverkehr entstehen“, schlug Bezirksvorsteherin Ulrike Zich vor. Zeichneten sich bei der Erhebung aktuell Änderungen ab, könne man Schritte zur Verkehrsberuhigung einleiten.

„Aber hier muss mit Maß und Ziel vorgegangen werden. Es dürfen keine Baumaßnahmen erfolgen, die dann aufwendig rückgebaut werden muss.“ In dieser Form wurde dieser Antrag einstimmig angenommen.

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