Verbotsschilder für Auto- und Motorradfahrer wird es hier wohl auch im Sommer 2015 wieder geben Foto: Max Kovalenko

Schon in den vergangenen beiden Jahren war die Hofener Straße am rechten Neckarufer wochenends und an Feiertagen zeitweise dicht. Eine Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat will das, mit etwas veränderten Sperrzeiten, wieder so beschließen.

Stuttgart - Die Frage, ob die Hofener Straße am rechten Neckarufer an Sommer-Wochenenden für Autos gesperrt sein soll, sorgt schon lange für Ärger. Jetzt kündigt sich ein dramatisches Finale am 3. Februar an, bei dem im Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik die Sperrung besiegelt wird.

Dass die Stadträte des ökosozialen Mehrheitslagers dann vollendete Tatsachen schaffen wollen, haben sie am Dienstag im Ausschuss schon signalisiert. Förmlich beschlossen wurde aber nur die Einbringung in die weiteren Beratungen. Die CDU wehrte sich sogar dagegen, gegen den Inhalt hat sie sowieso was. Freie Wähler, FDP und AfD überlegen noch. Aber alle zusammen könnten das ökosoziale Lager nicht überstimmen. Unter der Regie von OB Fritz Kuhn (Grüne) schlug die Verwaltung vor, die Hofener Straße von 2015 an wochenends zwischen dem 1. Mai und dem Sonntag nach dem 3. Oktober für Autos zu sperren. Wenn Radfahrer und Inline-Fahrer auf die Fahrbahn wechseln, können Fußgänger besser den Gehweg nutzen. Für Autos soll die Straße samstags von 14 bis 21 Uhr sowie feiertags und sonntags zwischen 8 und 21 Uhr dicht sein.

Früher waren die Sperrzeiten länger. 2013 währten sie an Feiertagen von 6 bis 22 Uhr und von 13 Uhr am Samstag bis 22 Uhr am folgenden Sonntag. 2014 galt die Sperrung versuchsweise vom 1. Mai bis 5. Oktober an Samstagen von 13 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 6 bis 22 Uhr. Mit dem aktuellen Vorschlag würden die Sperrzeiten also zum zweiten Mal reduziert werden.

Das sei doch schon ein Kompromiss, soll Kuhn den Kritikern in nichtöffentlicher Sitzung vorgehalten haben. Seine Mitarbeiter führen Sicherheitsüberlegungen und den Freizeitverkehr am Neckar ins Feld. CDU-Fraktionschef Alexander Kotz hält die Belastung für Anwohner der Neckartalstraße auf der linken Flussseite aber immer noch für größer als den Vorteil der Radfahrer und Inline-Fahrer auf der rechten Flussseite. Am 28. Januar werden noch drei Bezirksbeiratsgremien sich des Falles annehmen. Fünf Tage danach wird der Ausschuss entscheiden.

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