Gregor Witt, Christin Neubert, Thomas Linhardt, Michael Albert und Christian Focke (v.l.)vom Verband für Unverpackt-Läden in Deutschland beantworten viele Fragen rund um das Thema verpackungsfrei verkaufen. Foto: privat

Viele Neugründer verpackungsfreier Läden holen sich Rat beim Verband für Unverpackt-Läden in Köln. Gregor Witt steht ihm vor und hat die Entwicklung im Blick. Die geplante Ladeneröffnung in Nürtingen bestätigt einen Trend.

Nürtingen/Köln - Der geplante Unverpackt-Laden in Nürtingen ist der erste im Kreis Esslingen, aber nicht der erste in der Region. Bundesweit gibt es immer mehr solcher Läden. Eine Übersicht über registrierte Unverpackt-Läden und Unterstützung für Neugründer bietet der Verband für Unverpackt-Läden in Deutschland. Gregor Witt steht ihm vor und hat die Entwicklung im Blick.

Wie viele Läden gibt es in Deutschland, wie viele in Baden-Württemberg?

Es gibt 120 Läden und 60 Läden in Planung, die als Fördermitglied dem Verband beigetreten sind. 29 Läden sind in Baden-Württemberg registriert. Wie viele darüber hinaus entstehen, wissen wir nicht.

Wie haben sich die Zahlen entwickelt?

Zwischen 2014 und 2018 sind die Neugründungen stetig angestiegen, seit 2019 rapide. 2019 gibt es bisher so viele Neugründungen wie in 2018.

Wobei beraten Sie? Welche Hürden gibt es für Läden?

Gründer bekommen von uns etwa einen Muster-Businessplan, eine Sortiments- und Lieferantenliste, Verkaufsmengen pro Artikel für die Umsatzschätzung, Ergebnisse von Umfragen zu Kassen- und Warenwirtschaftssystemen und vieles mehr. Es gibt viele Hürden. Die meisten Fragen betreffen Ladeneinrichtung, Lieferanten und Verkaufsmengen.

Welche Kriterien sind essenziell?

70 Prozent der Waren müssen lose oder im Mehrwegsystem angeboten werden. Minimum 50 Prozent des Umsatzes müssen mit diesen Waren erreicht werden.

Eine Übersichtskarte über registrierte Unverpackt-Läden in Deutschland bietet der Verband hier: unverpackt-verband.de

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