Bei der Veranstaltunhg vor dem Mercedes-Museum tauschen sich Oldtimer-Fans aus. Foto: Lichtgut/Ecker

Am Mercedes-Benz-Museum gibt es derzeit jede Woche „Cars and Coffee“. Rund 200 Autobesitzer zeigen pro Sonntag ihre Sammlerstücke. Die Marke ist egal, Hauptsache das Fahrzeug ist älter als 20 Jahre.

Stuttgart - Diese Menschen lieben ihre Autos. „Es ist einfach mein Schätzle“, sagt Stefan Kraus mit einem stolzen Blick auf seine Mercedes-S-Klasse.

Derzeit gibt es jeden Sonntag am Mercedes-Benz-Museum die Veranstaltung „Cars and Coffee“. Autobesitzer zeigen dabei ihre „Schätzle“, unterhalten sich über diese und trinken Kaffee.

Auf dem kleinen Hügel vor dem Museum steht deshalb jede Woche ein Auto am anderen. „Bei gutem Wetter haben wir hier bis zu 200 Fahrzeuge im Durchlauf“, sagt Marcel Hänsch vom Museum. Seit drei Jahren ist „Cars and Coffee“ ein markenoffenes Angebot. Das heißt, dass nicht nur Mercedes-Besitzer auf dem Gelände willkommen sind, sondern alle, die einen mindestens 20 Jahre alten Wagen fahren. „So ergibt sich ein schönes, gemischtes Bild“, sagt Hänsch. Außerdem würden in der Automobilbranche alle an einem Strang ziehen, deshalb biete sich das offene Konzept an.

Das Treffen ist ein Highlight für die Teilnehmer

Der S-Klasse-Besitzer Stefan Kraus kommt fast jedes Wochenende zur Veranstaltung. Sein Auto ist 37 Jahre alt und darf deshalb ein „H-Kennzeichen“ tragen. Das „H“ steht für „historisch“ und wird nur an Autos vergeben, die mehr als 30 Jahre alt und noch weitestgehende im Originalzustand sind.

Kraus fährt nicht jeden Tag mit diesem Wagen. „Es ist eher ein Freizeitauto für mich“, sagt der Stuttgarter. Roland Manschatz dagegen nutzt seine 28 Jahre alte S-Klasse im Alltag. „So ist er ständig in Gebrauch“, sagt der 68-Jährige. Manschatz und Kraus kennen sich aus dem S-Klasse-Club und sind oft bei Ausfahrten oder Oldtimer-Treffen dabei. „Aber Cars and Coffee ist schon immer ein kleines Highlight“, sagt Manschatz.

Für das Mercedes-Benz-Museum sei die Veranstaltung eine tolle Ergänzung, sagt Hänsch: „Wenn wir dann hier draußen auch noch alte Autos zeigen können, ist das doch klasse“. Jedes Jahr beteiligen sich noch mehr Autobegeisterte. Auch Vorstandsmitglieder des Konzerns hätten bereits vorbeigeschaut und seien begeistert von dem Format, sagt Hänsch.

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