Auf dem Vaihinger Markt ist das Kopfsteinpflaster an manchen Stellen kaputt. Foto: A. Kratz

Die Pflastersteine auf dem Vaihinger Markt sind an vielen Stellen marode. Für eine umfangreiche Sanierung fehlt das Geld. Also wird geflickt. Das Gartenamt hat vier Blumenkübel vor der Volksbank weggeräumt. Jetzt wirkt der Platz um so öder.

Vaihingen - Das Kopfsteinpflaster auf dem Vaihinger Markt ist in die Jahre gekommen. Immer wieder sind einige der Steine lose oder zersplittern in mehrere Einzelteile. So entstehen Stolperfallen – und die können insbesondere bei großen Veranstaltungen zum Problem werden. Das bestätigt der Vaihinger Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt. So habe man beispielsweise beim Kinder- und Heimatfest an einigen Stellen provisorisch reparieren müssen, bevor die ein oder andere Attraktion aufgebaut werden konnte.

Auch der Verbund Vaihinger Fachgeschäfte (VVF) hat das Thema auf seiner Agenda. „Der Zustand des Vaihinger Markts ist schon seit längerem ein Ärgernis“, sagt der VVF-Pressesprecher Ingo Vögele. Er drücke immer wieder einzelne Steine notdürftige in ihrer alte Position zurück. „Aber das ist natürlich keine Lösung. Denn die Situation wird mit der Zeit immer schlimmer“, sagt Vögele. Für den VVF-Pressesprecher ist klar: „Es muss was passieren, bevor was passiert und jemand sich ernsthaft verletzt.“

Frank Hüttner weiß, dass der Pflasterbelag auf dem Vaihinger Markt ein Sorgenkind ist. „Da gibt es immer wieder Probleme“, sagt der stellvertretende Leiter der Bauabteilung Filder beim Tiefbauamt. Er und seine Kollegen sorgten aber dafür, dass die sogenannte Verkehrssicherheit gegeben ist, es also keine Stolperfallen gibt.

Mehr sei nicht drin. „Eine grundsätzliche Sanierung der Fläche ist nicht geplant“, sagt Frank Hüttner. Auch Wolfgang Meinhardt ist klar, das derzeit immer nur geflickt werden kann. „Für eine umfangreicherer Maßnahme müsste Geld im nächsten Doppelhaushalt bereit gestellt werden. Dafür müsste der Bezirksbeirat das Projekt aber erst einmal auf seine Prioritätenliste setzen“, sagt der Schultes

Vier Blumenkübel sind weg

Doch dem VVF, dem eine attraktive Ortsmitte naturgemäß ein großes Anliegen ist, geht es um mehr als nur um den Pflasterbelag. Das vor einiger Zeit die vier Blumenkübel vor der Volksbank gegenüber der Einfahrt zur Tiefgarage weggeräumt wurden, ist den Vorstandsmitgliedern des VVF ein Dorn im Auge. Das Gartenamt begründet die Maßnahme mit den gestiegenen Kosten für die Pflege der Hochbeete. Doch das Ergebnis ist, dass die Fläche nun recht trostlos aussieht.

Auch bei Wolfgang Meinhardt sind bereits die ersten Beschwerden angekommen. Denn auf dem Wendehammer wird nun oft verbotenerweise geparkt. Ingo Vögele und seine Mitstreiter können sich auf dem Areal vor der Bank einem kleinen Spielplatz vorstellen. Meinhardt schweben mit Blick auf den demografischen Wandel eher Sportgeräte für Ältere vor.

Die verschiedenen Ideen hat der Bezirksvorsteher vor kurzem an die beteiligten Ämter in einer Mail weitergegeben. Der Schultes schlägt einen Vor-Ort-Termin vor, um sich gemeinsam Gedanken über die künftige Gestaltung der Fläche zu machen.

Vielleicht kann bei dieser Gelegenheit gleich noch ein anderes Problem angesprochen werden: Denn der VVF setzt sich schon seit längerem dafür ein, dass es am Vaihinger Markt einen entsprechenden Hinweis darauf gibt, wie schwer Laster, die den Platz befahren, maximal sein dürfen. Denn Fakt ist, dass die Tragkraft nicht unbegrenzt ist – zumindest nicht wenn es um den Bereich direkt über der Tiefgarage geht.

Die Tiefgarage als Problem

Das Problem war vor einigen Jahren aufgekommen, als der Pavillon versetzt werden sollte. Dafür war ein großer Autokran erforderlich. Bevor dieser aufgestellt werden konnte, mussten Stadt und VVF erst genau recherchieren, wo eine entsprechende Tragkraft gegeben ist.

Aber Lkw-Fahrern stehen diese Rechercheergebnisse nicht zur Verfügung. Ingo Vögele fordert daher, dass „es ein entsprechendes Schild gibt“. Sonst würde irgendwann einmal jemand „eine Etage tiefer sitzen“, wie es Vögele formuliert. Er denkt dabei insbesondere auch an die Feuerwehr, für die bei jeder Großveranstaltung auf dem Markt Gassen frei gehalten werden müssen.

Frank Hüttner ist sich jedoch sicher, dass das Dach der Tiefgarage die Last trägt. „Die Feuerwehrzufahrten sind definiert, und die funktionieren auch“, sagt der stellvertretende Leiter der Bauabteilung Filder. Ein Autokran, bei dem sich die Last auf in der Regel lediglich vier Punkte verteilt, sei was anderes als ein großes Löschfahrzeug.

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