Der fünfjährige Adrian berührt die Vorderseite eines Lamborghini Huracan. Der Junge, der zuvor auf der Autobahn als Fahrer angehalten wurde, ist von einem Lamborghini-Besitzer besucht worden. Foto: Scott G Winterton/AP/dpa

Weil seine Mutter ihm keinen teuren Sportwagen kaufen wollte, setzte sich ein Fünfjähriger im US-Bundesstaat Utah zur Shoppingtour ins Auto der Eltern – bis die Polizei ihn erwischte.

Ogden/USA - Ein fünfjähriger Junge ist in den USA am Steuer eines Lamborghini erwischt worden. Das Kind hatte das Luxusfahrzeug über eine Strecke von mindestens drei Kilometer gefahren, bevor es von einem Polizisten gestoppt wurde, wie die Verkehrspolizei im westlichen Bundesstaat Utah am Dienstag mitteilte.

Der Polizist war den Angaben zufolge auf den Wagen aufmerksam geworden, weil dieser sich im Schlingerkurs über die Schnellstraße bewegte. Als der Beamte die Sirene anmachte, stoppte der Junge den Wagen am linken Straßenrand. Auf einer Aufnahme der Dashcam des Polizeiwagens ist zu sehen, wie der Junge unsicher die Spuren wechselt. In der Mitteilung der Polizei hieß es, Morgan sei zunächst davon ausgegangen, dass der Fahrer ein medizinisches Problem habe oder unter Alkoholeinfluss stehe. Der Polizist sei von hinten auf das gestoppte Fahrzeug zugegangen und habe sich gewundert, warum er den Kopf des Fahrers durch die Rückscheibe nicht sehen konnte.

Morgan habe schließlich festgestellt, dass ein junges Kind der Fahrer und einzige Insasse des Wagens war. Es habe sich um einen Fünfjährigen gehandelt. Morgan sagte dem lokalen Sender KSL, der Junge habe auf der Kante des Fahrersitzes gesessen, um die Fußpedale zu erreichen. Die Eltern des Kindes hätten angegeben, es habe noch nie ein Auto gefahren. Der Junge habe ihm gesagt, er sei unterwegs zu seiner Schwester in Kalifornien gewesen. Die Polizei hielt fest, dass der Junge von dem Haus der Familie im Ort Ogden nach Süden auf die Interstate-15 einbog - „der richtige Weg nach Kalifornien“.

Den Eltern droht ein juristisches Nachspiel

Der Fünfjährige erzählte dem Polizisten, dass er sich mit seiner Mutter gestritten habe - weil sie ihm keinen Lamborghini habe kaufen wollten. Er habe daraufhin beschlossen, den Wagen seiner Eltern zu nehmen und nach Kalifornien zu fahren, um sich dort selber einen Lamborghini zu kaufen. An dem nötigen Geld für die Anschaffung habe es dem Jungen „möglicherweise gefehlt“, merkte die Polizei lakonisch an - er hatte drei Dollar dabei.

Nachdem die Geschichte bekannt wurde, gingen zahlreiche Angebote ein, dass der Junge mit einem Lamborghini mitfahren könne. Die Familie habe sich bereits mit einem Lamborghini-Besitzer getroffen, damit Adrian eine Fahrt in einem der exklusiven Sportwagen genießen konnte. Ein Polizeisprecher betonte indes, für die Eltern könnte die Spritztour des Sohnes ein juristisches Nachspiel haben. Man sei sehr froh, dass niemand zu Schaden gekommen sei. Das heiße aber nicht, dass nicht Menschenleben gefährdet gewesen seien. Eltern sollten sicherstellen, dass ihre Autoschlüssel für Kinder nicht leicht zugänglich seien.

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