Mit dem Rollator auf der Überholspur: die Japanerin Kimiko Nishimoto. Foto: AFP

Eine japanische Uroma sorgt mit witzigen Selfies für Furore. Wäre das nicht auch was für Oma Gertrud?

Kuamoto - Das Betriebssystem der schwäbischen Rentnerin basierte schon immer auf Windows: Kissen auf die Fensterbank legen und langsam hochfahren, bis die erste Fehlermeldung kommt, die da lautet „Hasch nix zum Schaffa?“. Dass sich Langeweile auch anders überlisten lässt, zeigt eine 89-jährige Uroma, die in Japan gerade zum Selfie-Star avanciert. Ihre Auftritte als Eisbär, Frosch oder rasende Rollator-Schieberin haben Kimiko Nishimoto innerhalb von zwei Monaten 70 000 Follower auf Instagram beschert. Bei ihrer Fotoausstellung in Tokio war der Andrang so groß, dass viele Besucher draußen bleiben mussten. Was auf ihren Bilder leicht erscheint, ist penibel geplant. „Die Ideen kommen mir nicht plötzlich in den Kopf. Aber überall, wo ich bin, überlege ich, wie ich mich an diesem Ort auf lustige Art zeigen könnte“, sagt sie.

Wenn ihrer Oma also langweilig sein sollte, geben Sie sich einen Ruck und investieren in eine Kamera. Nur Mut: Ein Diavortrag vom letzten Urlaub im Bayerischen Wald würde noch länger dauern. Und für den Rest gilt: Falls Sie in nächster Zeit im Stau von Rentnerinnen auf Rollatoren überholt werden, die sich gegenseitig fotografieren: Nicht wundern!

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