Die Wohncontainer sind nach dem Brand vorerst nicht mehr bewohnbar. Foto: SDMG

Wegen eines Brandes in Urbach hat die Feuerwehr am Freitagabend eine Asylbewerberunterkunft evakuiert. Ein Bewohner wurde festgenommen.

Urbach - Wegen eines Brandes in einer Asylunterkunft in Urbach hat die Feuerwehr am Freitagabend 29 Bewohner in Sicherheit bringen müssen. Zwei Personen wurden mit Schnittverletzungen und Verdacht auf Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hat einen Bewohner festgenommen, der das Feuer vermutlich gelegt hatte. Er soll vermutlich eine Matratze angezündet haben. Einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließe man aus, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen.

Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort

Das Feuer war am Freitagabend gegen 22 Uhr in der Asylbewerberunterkunft Wasenmühle ausgebrochen. Wie genau ist noch unklar. Die Polizei vermutet, dass ein Bewohner dafür verantwortlich ist. Die Feuerwehren aus Urbach, Plüderhausen, Schorndorf und Fellbach rückten mit einem Großaufgebot von mehr als 70 Mann aus und löschten den Zimmerbrand, der auf weitere Räume der Wohncontainer-Siedlung übergegangen war. Gegen 22.45 Uhr wurde Feuer aus gemeldet.

Bewohner werden in Winterbach untergebracht

Da die komplette Unterkunft vorerst unbewohnbar geworden ist, haben das Landratsamt und die Kommune die Betroffenen in Notunterkünften in Winterbach untergebracht. Die Höhe des Sachschadens wird nach ersten Erkenntnissen auf 150 000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die genauen Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der 22-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen, die Staatsanwaltschaft hat eine richterliche Vorführung beantragt.

Erinnerungen an Fall im Weissacher Tal

Der Brand in dem Asylbewerberheim ruft im Rems-Murr-Kreis reflexartig Erinnerungen an ein Feuer vor drei Jahren in einer frisch hergerichteten Asylunterkunft im Weissacher Tal hervor. Auch wenn der Täter nie geschnappt werden konnte, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Vermutung nach einem fremdenfeindlichen Hintergrund lag nahe. Einen solchen indes schließen die Ordnungshüter im aktuellen Fall bereits zum jetzigen Zeitpunkt aus.

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