Die Polizei ermittelt nach einer Unfallflucht mit einem ungewöhnlichen Begleitschreiben. Foto: dpa

Ein Unfallverursacher fährt nach einer Karambolage auf und davon. Davon gibt es jährlich 6000 Fälle in Stuttgart. Immerhin hinterlässt er einen Notizzettel – doch was steht da drauf?

Stuttgart - Absolut ärgerlich: Auf dem Parkplatz fährt ein Autofahrer einem anderen eine Beule ins Blech – und fährt dann einfach auf und davon. In einem Fall, der sich am Dienstag in Untertürkheim abspielte, war der Unfallflüchtige besonders dreist. Er hinterließ einen mehr als frechen Notizzettel.

Wie die Polizei mitteilte, spielte sich der Fall am Dienstagmorgen auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarkts an der Augsburger Straße ab. Ein unbekannter Autofahrer rangierte dort und prallte dabei gegen einen – eigentlich gut erkennbaren – geparkten schwarzen Mercedes des Typs CLA. Die 26-jährige Fahrerin hatte diesen Wagen gegen 5.20 Uhr abgestellt – und als sie gegen 9 Uhr wieder zurückkam, fand sie Beulen am vorderen Stoßfänger. Schaden: etwa 1000 Euro. Der Verursacher war verschwunden – was häufig genug in Stuttgart passiert: In 22 Prozent der Fälle entziehen sich die Verursacher der Verantwortung. So registriert die Polizei knapp 6000 Unfallfluchten pro Jahr.

Immerhin schien der Unfallflüchtige reumütig gewesen zu sein. Hinter den Scheibenwischer hatte er einen Notizzettel geklemmt, mit der Botschaft, dass er beim Ausparken gegen den Wagen geraten sei, er habe es eilig gehabt – „sorry“. Seine Telefonnummer stehe auf der Rückseite. Dort war aber zu lesen: „Sie Hurensohn!“ Für Hinweise gilt nun eine echte Rufnummer, die der Polizei: 07 11 / 89 90 - 35 00.

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