Bei einem Frontalzusammenstoß in der Hafenbahnstraße blieben nur noch Schrottautos übrig. Foto: SDMG

Die Polizeimeldungen des vergangenen Jahres zeigen Unfallbrennpunkte der Oberen Neckarvororte auf. Ein Schwerpunkt ist das Hafengebiet mit der Kreuzung Otto-Konz-Brücken/Am Westkai.

Hedelfingen - Noch liegen die Auswertungen der Verkehrspolizei für das vergangene Jahr nicht vor. Ein Blick auf die von der Polizei veröffentlichten Unfallmeldungen gibt aber einen Eindruck, wo es für Verkehrsteilnehmer in den Oberen Neckarvororten gefährlich werden kann. Auffallend oft tauchen die Straßen im Hafengebiet in den Polizeimeldungen auf. Zu Jahresbeginn fuhr ein Personenwagen nachts unter einen am Ostkai am Straßenrand abgestellten Lastwagen und am Mittelkai wurde ein Rollerfahrer schwer verletzt. Ebenfalls im Januar stießen zwei Fahrzeuge in der Hafenbahnstraße frontal zusammen. Eine Fahrerin, die nach links abbiegen wollte, hatte den laut Polizei entgegenkommenden Wagen übersehen. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt, die Autos hatten nur noch Schrottwert.

Rote Ampel übersehen

Als Schwerpunkt kristallisierte sich wieder die Kreuzung Otto-Konz-Brücke/ Am Westkai heraus. Bei einem Unfall am 10. Juli wurden zwei Insassen schwer verletzt. Ein 55-jähriger Autofahrer, der auf den Otto-Konz-Brücken in Richtung Untertürkheim fuhr, hatte offenbar das Rotlicht übersehen und stieß mit einem Smart, der die Kreuzung vom Westkai aus überqueren wollte, zusammen. Bereits einen Monat zuvor ereignete sich ein ähnlicher Unfall. Wieder kollidierte ein Fahrer, der in Richtung Hafenbahnstraße fuhr, mit einem Auto, das vom Westkai aus zur B-10-Einfahrt unterwegs war. Beide Verkehrsteilnehmer gaben an, „Grün“ gehabt zu haben. Sie verletzten sich nur leicht. Kurz darauf, am 8. August, stießen abermals zwei Fahrzeuge auf der gleichen Kreuzung zusammen. Auch diese Fahrer kamen leicht verletzt davon. Die Polizei suchte damals ebenfalls Zeugen, die etwas zum Unfallhergang sagen konnten. Vorsicht walten lassen sollten Autofahrer auch auf den Otto-Hirsch-Brücken. Dort musste die Polizei mindestens wegen zwei Unfällen anrücken. Einmal gerieten zudem ein Autofahrer und Fußgänger aneinander, die sich prügelten. Die Polizei musste schlichten.

Zwei Stadtbahnen kollidiert

Mehrfach standen auch Stadtbahnen im Mittelpunkt des Geschehens. Spektakulär und glücklicherweise ohne schwere Verletzungen endete der Zusammenstoß zweier Fahrzeuge der Linie U 4 am Karl-Benz-Platz. Sie kamen sich wegen einer falsch gestellten Weiche in die Quere. Die Kreuzung war lange Zeit blockiert. Die beiden Stadtbahnfahrer erlitten leichte Verletzungen. Im Juli rammte dann ein langer Transporter beim Rangieren auf Höhe der Heinrich-Hertz-Straße eine in Richtung Wangen fahrende Stadtbahn und wenige Meter davon entfernt wurde im Oktober ein Radfahrer von einer Stadtbahn erfasst. Er hatte Glück. Er kam laut Polizei mit leichten Blessuren davon. Schwere Verletzungen erlitt ein 59-Jähriger, als eine Autofahrerin ihn an der Kreuzung Oberstdorfer-/Stubaier Straße übersah.

Radfahrer auf Feldwegen gestürzt

Im Juli übersah eine Autofahrerin in der Dietbachstraße einen entgegenkommenden Radfahrer und verletzte ihn schwer. Doch nicht nur auf der Straße lauert für Radler die Gefahr. Mindestens zweimal stürzten Radler auf Feld- oder Waldwegen durch eigenes Verschulden und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein heißes Pflaster war vergangenes Jahr auch die Filderauffahrt zwischen Hedelfingen und Heumaden. Ende Juli geriet eine 19-jährige Fahrerin in einer Linkskurve von der Fahrbahn und fuhr die Böschung hinunter. Ihr Auto überschlug sich. Sie konnte leicht verletzt das Wrack verlassen. Kurz vor Weihnachten kam der Fahrer eines Personenwagens ebenfalls von der Straße ab. Sein Fahrzeug kam erst im nahen Wald zum Stillstand. Der Fahrer flüchtete. Zudem stießen am unteren Ende der Filderauffahrt im Bereich Heumadener Straße/Untere Heckenstraße zwei Fahrzeuge zusammen. Der Schaden war mit 70 000 Euro hoch, die Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

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