Wegen eines Lecks in einer Markgröninger Gasleitung sind die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot ausgerückt. Foto: factum/Bach

Nach einem Leck in einer Gasleitung ist am Dienstag ein Teil der Markgröninger Innenstadt evakuiert worden. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort – nach zwei Stunden konnte das Leck geschlossen werden.

Markgröningen - Wegen eines Gasalarms sind am Dienstagnachmittag einige Straßenzüge im Markgröninger Zentrum, am Rande der Altstadt, evakuiert worden. Ein Großaufgebot von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr war vor Ort, etwa 50 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Sie wurden vorübergehend in der Ludwig-Heyd-Schule untergebracht.

Wie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mitteilen, entstand das Leck gegen 15.45 Uhr bei Arbeiten an einer Hochdruckleitung in der Grabenstraße. Eine Baufirma habe dort eine Spülbohrung ausgeführt, dabei sei die Leitung beschädigt worden, wodurch Gas austrat. Da sich das Gas in Gebäuden und in der Kanalisation festsetzen kann, war die Situation laut der Polizei zwischenzeitlich äußerst gefährlich. Ein einziger Funken hätte jederzeit zu einer Explosion führen können.

Die Feuerwehr kann das Leck mit einem Schieber schließen

Die Einsatzkräfte evakuierten daher nicht nur die umliegenden Straßenzüge, sondern forderten die Anwohner auch auf, nicht zu rauchen und keine Türklingeln zu benutzen. Damit nicht noch mehr Gas austreten konnte, wurde der gesamte Versorgungsbereich vom Netz abgetrennt.

Wegen der Sperrung entstand rund um das Gebiet ein mittleres Verkehrschaos, die Polizei regelte mit etlichen Beamten den Verkehr. Betroffen war vor allem der Bereich von der Münchinger Straße bis zu Schillerstraße. Auch auf der B 10 stauten sich die Autos, die Ausfahrt Richtung Markgröningen war teilweise gesperrt.

Rund zwei Stunden nach dem Unfall gelang es der Feuerwehr, das Leck in der Leitung mit Hilfe eines Schiebers zu schließen, gegen 17.45 Uhr war der Gasaustritt endgültig gestoppt. Darauf begannen die Mitarbeiter der Stadtwerke mit den Reparaturen an der defekten Leitung. Kurz vor 20 Uhr waren diese Arbeiten beendet. Am Mittwoch gehen die Arbeiter allerdings nochmals ans Werk, um ein Stück der demolierten Leitung auszuwechseln. Die Gasversorgung der Markgröninger Haushalte sei zu keinem Zeitpunkt unterbrochen gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Stadtwerke. Heizungen oder Gasherde seien somit nicht ausgefallen.

Mit Messgeräten untersuchte die Wehr die Umgebung, um die Höhe der Gaskonzentration festzustellen. Endgültige Entwarnung konnte die Polizei erst nach 20 Uhr geben. Die Feuerwehr durchlüftete die Häuser, und von 20.30 Uhr an kehrten die Anwohner in ihre Häuser zurück. Die Gasleitung wird wohl erst in den kommenden Tagen wieder funktionstüchtig sein .

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