Das Smartphone kann im Straßenverkehr zur tödlichen Gefahr werden. Foto: dpa

Den Blick nach unten auf das Smartphone gerichtet, in den Ohren Kopfhörer mit lauter Musik – nicht selten endet solches Verhalten tödlich: Nämlich dann, wenn man seine Aufmerksamkeit eigentlich auf den Verkehr richten sollte. Wie einige Städte in Deutschland Unfälle vermeiden wollen.

Augsburg - In Deutschland testen die ersten Städte spezielle Bodenampeln an Straßenbahnübergängen, um schwere Unfälle mit unaufmerksamen Smartphone-Benutzern zu vermeiden. Da immer mehr Fußgänger auf ihr Handy schauen und nicht auf den Verkehr achten, sollen so weitere Todesfälle vermieden werden. In Augsburg und Köln sind an einigen Haltestellen LED-Lichtleisten am Fahrbahnrand in Betrieb genommen worden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die dortigen Verkehrsbetriebe testen nun, ob sich die Technik bewährt und noch weitere Systeme installiert werden sollen.

Regelmäßig kommt es in Deutschlands Städten zu schweren Verkehrsunfällen gerade mit jungen Menschen, die durch ihr Smartphone abgelenkt sind. So starb im März in München eine 15 Jahre alte Schülerin, weil sie Kopfhörer trug und unachtsam auf die Tramgleise lief. In Witten im Ruhrgebiet lief im August ein 19 Jahre alter Fußgänger ebenfalls vor eine Straßenbahn und starb - auch er hatte Kopfhörer auf. Eine jüngst veröffentlichte Untersuchung der Unfallforscher der Dekra ergab, dass insgesamt fast 17 Prozent der Fußgänger ihr Smartphone auf unterschiedliche Art und Weise während der Teilnahme am Straßenverkehr nutzen.

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