Die Pläne lassen die Umrisse des Dinos erkennen. Foto:  

Der Spielplatz beim Naturkundemuseum im Rosensteinpark soll für 450 000 Euro umgestaltet werden. Dafür muss aber auch ein besonderes Spielgerät weichen.

Stuttgart - Der Kinderspielplatz im Stuttgarter Rosensteinpark in der Nähe des Naturkundemuseums bekommt ein neues Gesicht. Vierundzwanzig Jahre ist es her, dass die landesweit berühmte Spielpyramide errichtet wurde. Im kommenden Jahr soll auf dem Gebiet ein komplett neuer Spielplatz entstehen, der in seiner Form an einen Dinosaurier erinnert.

Schon im vergangenen Jahr fanden zwei Kinderbeteiligungen statt, um die Wünsche der Spielplatznutzer in die Planung einzubeziehen. Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung reichten sechs Planungsbüros ihre Entwürfe ein. Nun steht der ­Siegerentwurf für den Kinderspielplatz Rosensteinpark fest. Das Stuttgarter ­Landschaftsarchitekturbüro Wink­ler & Boje konnte die Projektpartner, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart, mit durchdachten Spielideen überzeugen. Der Kopf des Meyerasaurus, ein Meeressaurier, bietet Kletter- und Balanciermöglichkeiten für jüngere Kinder. Die Herausforderung durch die Spielelemente steigt bis zum Höhepunkt, der Flosse des Sauriers. In der Mitte der Spielanlage ragt ein Turm fünf Meter in die Höhe. Eine Rutsche soll nach unten führen. Damit wurde auch der große Wunsch der Kinder nach einer langen Rutsche aufgenommen. Weiter geht es mit vielen Kletternetzen, -wänden und Schaukeln. Am Schwanzende ist eine Pendelschaukel zu finden. Außer dem dreißig Meter langen Dinosaurier ist ein beschaulicher Bereich geplant, der den Jüngsten mit einem großen Sandkasten als Ausgrabungsstätte dienen soll. Stahl-, Netz- und Seilkonstruktionen sollen eine lange Haltbarkeit der Anlagen garantieren. „Wir haben bewusst robuste Materialien gewählt, um dem hohen Nutzungsdruck gerecht zu werden. Der zukünftige Platz hat eine hohe Aufenthaltsqualität“, sagt Landschaftsarchitekt Thies Boje.

Die Speilpyramide hat ausgedient

Nach langen Jahren hat die 1993 errichtete Spielpyramide ausgedient. Jährlich waren hohe Sanierungskosten von bis zu 60 000 Euro angefallen. „Das ist eine Stange Geld, und es hat irgendwann keinen Sinn mehr gemacht. Deswegen haben wir entschieden: Wir müssen neu bauen“, sagt der Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts ,Volker Schirner, in dessen Zuständigkeit 550 städtische Spielplätze fallen. Klar war auch: Die Spielanlage soll moderner werden, aber mindestens so attraktiv bleiben und Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet anziehen. „Der Spielplatz ist ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt und hat in der Region eine hohe Anziehungskraft, und das soll auch so bleiben. Er wird zukünftig zeitgemäßer gestaltet sein und hat dadurch eine hohe Attraktivität“, sagt Sylvia Paulini von der Stadt Stuttgart.

Weil der Rosensteinpark Eigentum des Landes Baden-Württemberg ist, der Spielplatz aber zu den Aufgaben der Stadt Stuttgart zählt, werden die beiden Projektpartner die Finanzierung gemeinsam tragen. Beim Land sind die Haushaltsmittel bereits vorhanden, bei der Stadt müssen im neuen Doppelhaushalt noch die nötigen Mittel für das rund 450 000 Euro teure Projekt bereitgestellt werden. „Wenn wir die Mittel bekommen, können wir im nächsten Jahr bauen. Wir wollen das Projekt schnell umsetzen“, sagt Schirner. Nach Lieferung der Spielgeräte wird mit einer Bauzeit von vier Monaten gerechnet. Der Siegerentwurf wird im Eingangsbereich des Naturkundemuseums ausgestellt.

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