Dauerregen hat im südlichen Niedersachsen in einigen Orten zu Überschwemmungen geführt. Foto: dpa

Im Süden Niedersachsens sind viele Orte nach starken Regenfällen von Überschwemmungen betroffen. Der Landkreis Goslar ruft den Katastrophenalarm aus.

Bad Harzburg/Goslar - Wegen Dauerregens und Überflutungen hat der Landkreis Goslar am Mittwoch Katastrophenalarm ausgerufen. Damit übernehme der Katastrophenschutzstab des Kreises die Einsatzleitung im Hochwassergebiet, teilte der Landkreis am Mittag mit. Die Innenstadt Goslars wurde laut Polizei gesperrt. Das Hotel Kaiserworth sowie die Seniorenresidenz Theresienhof mussten evakuiert werden. Die Polizei erhielt Unterstützung von 60 Bereitschaftspolizisten.

Bahnverkehr in Bad Harzburg komplett ausgefallen

In Bad Harzburg der Bahnverkehr komplett ausgefallen. Der Bahnhof der 23 000-Einwohner-Stadt sei gesperrt und auch die Bundesstraße 4 teilweise unpassierbar, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. „Hier ist Land unter“, sagte eine Verwaltungsmitarbeiterin. Am Bahnhof des Ortes im Kreis Goslar stand das Wasser nach heftigem Dauerregen mindestens 20 Zentimeter hoch. 350 Feuerwehrleute waren im Dauereinsatz. Die Polizei orderte Verstärkung an.

Die Pegelstände der Innerste in Heinde (Landkreis Hildesheim) und der Nette in Groß Rhüden (Kreis Goslar) erreichten nach Angaben der niedersächsischen Hochwasservorhersagezentrale (HWVZ) neue Rekordwasserstände. Bereits am Vormittag lag der Wasserstand am Pegel Heinde 40 Zentimeter über dem Höchststand von 2007. Die Wasserstände seien an diesen Pegeln immer noch steigend, bis zum Abend würden aber die Scheitel voraussichtlich erreicht sein.

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