Rund 140 Mitarbeiter der Göppinger Firma Cartec Tooling, die Schuler vor zwei Jahren abgestoßen hat, werden in den kommenden Wochen ihren Arbeitsplatz verlieren. Foto: Staufenpress

Der Göppinger Werkzeugbauer, der bis vor zwei Jahren zu Schuler gehörte, muss schließen. Ein Investor sprang in letzter Minute ab. Der Umbruch in der Autoindustrie und die Pandemie setzten dem Betrieb zu, jetzt kam der Krieg in der Ukraine.

Da stirbt eine ganze Firma.“ Wenn der Mitarbeiter diesen Satz sagt, spürt man, dass er es noch nicht richtig realisiert hat. Und er möchte zumindest, dass dem insolventen Unternehmen nicht leise, von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt, das Leben ausgehaucht wird. Rund 140 Mitarbeiter der Göppinger Firma Cartec Tooling, die Schuler vor zwei Jahren abgestoßen hat, werden in den kommenden Wochen ihren Arbeitsplatz verlieren. Und nicht nur das. „Wir haben relativ viele ältere Kollegen, die auch schon im Schuler-Werkzeugbau gearbeitet haben“, sagt Siegfried Skale, Betriebsratsvorsitzender bei Cartec Tooling. Der 60-Jährige ist selbst seit 40 Jahren in dem Betrieb beziehungsweise beim Vorgänger Schuler beschäftigt. „Das ist gewachsen.“