Tatort S-Bahn: Zu zwei Übergriffen werden noch Zeugen gesucht Foto: Lichtgut/ Max Kovalenko

Nicht immer ist es ein unbeschwertes Vergnügen mit der S-Bahn zu fahren. Zu zwei Zwischenfällen am Wochenende, die in Stuttgart ihren Ausgang nahmen, sucht die Bundespolizei noch dringend Zeugen.

Stuttgart - Geschlagen, beschimpft, bespuckt – zu zwei Zwischenfällen im S-Bahn-Bereich am Wochenende sucht die Bundespolizeiinspektion Stuttgart noch dringend Zeugen. Die sollten sich unter der Rufnummer 07 11 /8 70 35 - 200 melden.

Angriff auf Flüchtling

Bei einem Fall dürfte es sich um einen fremdenfeindlichen Hintergrund handeln. Wie die Polizei mitteilt, wurde ein 19-Jähriger am Sonntag gegen 2 Uhr an der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte in der Stuttgarter Innenstadt angegriffen. Der Täter soll ihn laut Zeugenangaben zur Folge ohne ersichtlichen Grund ins Gesicht geschlagen und beschimpft haben. Anschließend stieg der Angreifer in eine stehende S-Bahn. Beamte der Bundespolizei konnten den 26-Jährigen allerdings noch an Ort und Stelle vorläufig festnehmen. Der 19-Jährige wurde durch den Schlag im Gesicht leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 26-jährige Deutsche soll sich vorher fremdenfeindlich gegen den jungen Syrer geäußert haben – ob das auch der Grund für Auseinandersetzung war, wird nun ermittelt. Zeugenhinweise wären hilfreich.

Belästigung von jungen Frauen

Der zweite Fall spielte sich am Samstag gegen 4 Uhr ab. Zwei 19-jährige Frauen stiegen in Stuttgart-Zuffenhausen in die S-Bahn S 6 in Richtung Leonberg. Dabei erschien eine Gruppe von acht südländisch aussehenden jungen Männern, die sich zu den Frauen setzten und sie gegen deren Willen in Gespräche verwickelten. Die jungen Frauen hatten wohl kein Interesse an dem zudringlichen Verhalten. „Dann muss die Situation irgendwie eskaliert sein“, sagt Bundespolizei-Sprecher Jonas Große. Einer der Männer, etwa 20 bis 24 Jahre alt, beschimpfte beide Frauen massiv und spuckte einer der beiden ins Gesicht. Der Tatverdächtige mit dunklen Haaren und einer sogenannten „Undercut“-Frisur verließ die S-Bahn am Haltepunkt Ditzingen. Die beiden 19-Jährigen verständigten später die Polizei. Nun werden Zeugen gesucht, die zur Identifizierung der Unbekannten beitragen können.

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