Will mit der 200-m-Staffel ins Finale: Raphael Müller Foto:  

Raphael Müller, Sprinter des VfB Stuttgart, startet mit großen Zielen bei der U-23-EM der Leichtathleten in Estland.

Stuttgart - Herr Müller, was überwiegt: die Freude über die Teilnahme an der U-23-Europameisterschaft mit der 4x100-m-Staffel oder der Frust über die verpasste Einzelnorm über 200 m?
Ich hadere schon ein bisschen damit, dass ich die Norm nicht geschafft habe, vor allem ist es nervig, dass ich sie nur um eine Zehntel verpasst habe. Aber ich bin glücklich, dass es bei den deutschen Junioren-Meisterschaften zum Titel über 200 Meter gereicht hat, und froh, mit der Staffel bei der EM dabei zu sein. Denn in Tallinn haben wir einiges vor.
Was sind denn Ihre Ziele?
Wir wollen es auf jeden Fall ins Finale schaffen, um dann um die Medaillen mitlaufen zu können. Das wird aber ein heißer Kampf.
Sind Sie als 200-Meter-Läufer denn auch auf der halben Distanz gut?
100 Meter sind eigentlich zu kurz für mich, auch für meine Größe, aber ich denke, dass ich es in Tallinn gut hinbekommen werde. Darauf konzentriere ich mich, und dann peile ich bei der DM der Aktiven in Nürnberg Ende dieses Monats eine Zeit unter 21 Sekunden über 200 Meter an. Ich bin mir sicher, dass ich das schaffen kann.
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) schickt 66 Athleten zwischen 20 und 22 Jahren zur U-23-Europameisterschaft nach Tallinn (Estland). „Für einige ist es ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro“, meint DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska. Dafür müssen sich die Athleten schon jetzt behaupten.
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