Vor der Küste Chiles ist es zu einem starken Beben gekommen. Foto: EFE

In dem südamerikanischen Land sind schwere Erdbeben keine Seltenheit. Die Erdstöße am Sonntag treffen eine Region 1300 Kilometer südlich der Hauptstadt. Die Menschen dort scheinen mit dem Schrecken davon zu kommen.

Santiago de Chile - Ein schweres Erdbeben vor der Südküste von Chile ist offenbar glimpflich verlaufen. Es seien bisher keine Opfer und lediglich geringere Schäden gemeldet worden, teilten die Behörden am Sonntag mit. Nach dem Beben der Stärke 7,6 am Vormittag hatte zunächst eine Tsunami-Warnung gegolten, sie wurde aber 90 Minuten später wieder aufgehoben. Etwa 4000 Bewohner von Küstenregionen um die Insel Chiloé rund 1300 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

Die US-Erdbebenwarte USGS sagte, das Beben habe die Stärke von 7,6 gehabt. Es ereignete sich demnach am Vormittag um 11.22 Uhr (Ortszeit) im Pazifik etwa 40 Kilometer südwestlich der Stadt Quellón auf Chiloé in einer Tiefe von 35 Kilometern. „Es gibt keine Informationen über den Verlust von Menschenleben“, sagte Ricardo Toro, der Leiter des Nationalen Katastrophenstabs. Einige Straßen seien aber beschädigt. Zudem hätten etwa 22 000 Haushalte keinen Strom, teilte ein Stromversorger mit.

Taxifahrer Luis Ramírez sagte der Nachrichtenagentur AP per Telefon, er habe gerade sein Auto in Ancud auf Chiloé gewaschen, als die Erde bebte. „Ich bin 48 Jahre alt und habe noch nie so etwas Starkes gefühlt“, sagte er.

In dem südamerikanischen Land kommt es häufig zu Erdbeben. 2010 löste ein Erdstoß der Stärke 8,8 - eines der stärksten jemals gemessenen Beben - einen verheerenden Tsunami aus. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben, mehr als 220 000 Wohnhäuser wurden zerstört. Seither wurde in dem Andenstaat das Alarmsystem für Erdbeben und Tsunamis verbessert.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: