Kerzen zum Gedenken an die rund 18.000 Toten der Katastrophe von 2011: Japan ist nach den Geschehnissen noch immer traumatisiert. Foto: AP

Genau fünf Jahre nach der von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami- und Atomkatastrophe hat Japan der mehr als 18 000 Todesopfer gedacht. Das Land hat sich von den Geschehnissen noch nicht erholt.

Tokio - In der damals völlig verwüsteten Hafenstadt Minamisanriku kamen am Freitag Besucher zum Gebet zusammen. Sie versammelten sich am frühen Morgen an den Ruinen des früheren Katastrophenschutzamts, wo 43 Angestellte in den Tsunami-Fluten starben. Bis heute sind weite Teile der Küstengegend der Region Tohoku nicht wieder vollständig aufgebaut.

Tausende mussten ihre Wohnungen verlassen

Das Erdbeben im März führte neben einem Tsunami zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, große Mengen radioaktiver Strahlung wurden freigesetzt. Tausende Anwohner mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Am Vorabend des fünften Jahrestags des Desasters hatte Regierungschef Shinzo Abe verstärkte Wiederaufbaumaßnahmen vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio angekündigt. Die Entseuchungsarbeit in den betroffenen Gebieten nahe Fukushima Daiichi würden beschleunigt, damit mehr Anwohner in ihre Häuser zurückkehren könnten. Zudem gab Abe das ehrgeizige Ziel aus, die zerstörte Eisenbahnlinie entlang der Küste bis 2020 wiederzueröffnen und den Tourismus in Nordjapan massiv zu stärken.

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