Der chinesische Markt ist für Daimler elementar. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Unruhen in Hongkong beeinflussen die Strategie von Daimler auf dem chinesischen Markt nicht. Vorstandschef Ola Källenius hält die Kundschaft aus Asien für äußerst wichtig – auch für die heimischen Arbeitnehmer.

Stuttgart - Daimler-Vorstandschef Ola Källenius will trotz der Unruhen in Hongkong am China-Geschäft festhalten. „Ich sage es ganz deutlich: Dieser Markt sichert Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte er der „Bild am Sonntag“. China sei für Daimlers Pkw-Geschäft mit Abstand der größte Markt - „und bleibt der größte Wachstumsmarkt in den nächsten zehn Jahren“, zitiert ihn die Zeitung weiter. Er hoffe auf eine baldige Deeskalation in Hongkong und weist darauf hin, dass in allen Daimler-Werken „weltweit die gleichen Standards für unsere Arbeit und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ gelten.

Die Demonstrationen in Hongkong waren vor einem halben Jahr aus Ärger über ein geplantes Gesetz für Auslieferungen von Verdächtigen an China entbrannt. Danach entwickelte sich der Protest zu einer breiteren Bewegung gegen den zunehmenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking. Seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen mehr rechtliche Freiheiten als Bürger in der Volksrepublik.

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