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Die Lage des VfB Stuttgart bietet genug Verdruss. Trainer Thomas Schneider weiß um ihren Ernst – und setzt launig einen Kontrast.

Stuttgart - Lachen ist gesund. Aber fördert es auch den Erfolg? Auf jeden Fall, sagt sich Thomas Schneider. Dem Trainer des VfB Stuttgart ist der Ernst der Lage auf Tabellenplatz 14, drei Punkte vom direkten Abstiegsplatz entfernt, sehr wohl bewusst. „Motiviert und fokussiert“ sei er vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky), sagt Schneider. Aber er ist keiner, der in den Keller geht, um die böse Welt auszublenden, im Gegenteil. Bei aller harten Trainingsarbeit behält er sich eine gewisse Leichtigkeit. Er verbreitet gute Laune – und damit Zuversicht.

Beispiel gefällig? Gut, manche Beobachter halten es schon für einen Witz, wenn Schneider sagt: „Wir wollen in Hoffenheim zu Null spielen.“ Ein anspruchsvolles Ziel bei 41 Gegentoren in 20 Begegnungen, doch Schneider meint es ernst. Weil er diese Woche wieder das Defensivverhalten üben ließ. Ohne Gewähr allerdings: „Die Trainingswoche davor war auch sehr gut“, sagt er. Heraus kam ein trostloses 1:4 gegen Augsburg.

Das Training angezogen hat er, was ihm schon den Beinamen „Schleifer“ einbrachte. „Den Typ,der damit beschrieben wird, kenne ich so nicht“, sagt er, hält inne und sagt schmunzelnd: „Vielleicht steckt ja doch ein kleiner Felix Magath in mir.“ Und Hand aufs Herz, Herr Schneider: Wie belastend ist das, wenn Sie einkaufen gehen und dauernd auf die Probleme des VfB angesprochen werden? „Ich habe nur noch Lieferservice“, kontert Schneider. Genau so schlagfertig will er seine Mannschaft in Hoffenheim sehen.

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