Die Gala des Rotweinpreises hat jahrelang in Fellbach stattgefunden. Foto: /Gottfried Stoppel

Vier Sieger und ein Triple in der Kategorie „Deutscher Nachwuchs“ – dort stehen gleich drei Wengerter aus dem Rems-Murr-Kreis auf dem Treppchen.

Es ist ein astreines Remstaltriple in der Kategorie „Deutscher Nachwuchs“ beim Deutschen Rotweinpreis 2023. Platz eins, steht es in der Pressemitteilung des Vereins Remstal Tourismus ebenso wie auf der Ende der Woche veröffentlichten Preisträgerliste des Fachmagazins Vinum, geht an das Strümpfelbacher Weingut Idler. Mit höchsten Meriten und 92 Punkten für dessen 2020 Zweigelt trocken Reserve. „Brillante, feinsaftige Säure, packende Tanninstruktur, animierender Abgang“, so die Jury. Auf Platz zwei findet sich das Weingut Jürgen Ellwanger, Winterbach, mit seinem 2020 Zweigelt trocken Hades und auf Platz 3 das Weingut Escher, Schwaikheim mit dem 2020 Korber Sommerhalde Zweigelt trocken.

 

Gala des Rotweinpreises war lange Jahre in Fellbach

Die Weinbaubetriebe aus dem Remstal seien beim Deutschen Rotweinpreis traditionell erfolgreich, sagt dazu Werner Bader, der Geschäftsführer der Remstal Tourismus. Auf gut Schwäbisch: „Wo mir sen isch vorne.“ Lange Jahre hat denn auch die Gala des Deutschen Rotweinpreises samt Preisverleihung und Galamenü in der Alten Kelter in Fellbach stattgefunden.

Das diesjährige Ergebnis sei allerdings nochmals rekordverdächtig, sagt Bader. Denn immerhin sieben Weine aus sechs Remstäler Weingütern sind im Finalranking gelandet. Womit das Remstal bei seinem rund einen Prozent der deutschen Rebfläche fast 20 Prozent der vergebenen 36 Podiumsplätze in zwölf Kategorien und Unterkategorien eingesammelt hat. Auch in den Kategorien „Lemberger“ und „Deutsche Klassiker“ stellt das Remstal den Siegerwein. „Das ist eine wirklich beachtenswerte Leistung – Hut ab vor unseren Wengerterinnen und Wengertern.“

Vier erste Plätze für die Remstäler

Aufhorchen lasse auch der ersten Platz in der Kategorie „Deutsche Klassiker“, mit dem die Jury den 2022 Trollinger Alte Reben vom Weingut Schnaitmann, Fellbach, auszeichnet. Dieser Wein erhält zudem das Sonderprädikat „Best Buy 10 bis 15 Euro“.

Ebenfalls über einen ersten Platz freut sich das Weingut Karl Haidle. Der Betrieb in Kernen-Stetten landet mit dem 2021 Berge Lemberger Stetten Grosses Gewächs, der gleichzeitig als „Best Bio-Wein“ geehrt wird, an der Spitze der Lemberger. Den Remstal-Erfolg in dieser Kategorie komplettiert das Weingut Maier in Schwaikheim mit dem dritten Platz für seinen 2018er vom Stein Hanweiler Berg. Das Schwaikheimer Weingut Escher erreicht noch mit einem weiteren Wein das Top-Ranking: Nämlich den zweiten Platz in der Kategorie „Cuvées“ mit seinem Topwein 2018 Wunderwerk Rotweincuvée trocken.

Ergänzt wir der Erfolg der Remstäler durch weitere Podiumsplätze in nächster Nähe. Beim Lemberger sorgt das Collegium Württemberg mit dem zweiten Platz für seinen Lemberger trocken Réserve 2019 für ein weiteres regionales Triple. Außerdem haben sich die Genossen vom Collegium auch noch den dritten Rang beim Syrah gesichert – mit ihrem Syrah trocken Réserve 2019. Mit dabei auf den Treppchen beim Deutschen Rotweinpreis 2023 ist außerdem die Weinmanufaktur Untertürkheim mit einem dritten Rang in der „Cabernet-Familie“.