Südafrika ist bei Europäern ein beliebtes Reiseziel. Doch inzwischen müssen viele Urlauber zurück in ihre Heimat. (Symbolbild) Foto: dpa/dpaweb/A2800 epa Nic Bothma

Tausende Touristen aus Deutschland und Europa sitzen derzeit in Südafrika fest. Nun beginnt eine beispiellose Rückholaktion. Doch das war nicht selbstverständlich, denn die Verhandlungen mit dem Land waren äußerst schwierig.

Johannesburg - In Südafrika hat am Freitag die Rückholaktion für Tausende festsitzende deutsche und andere europäische Touristen begonnen. Nach Botschaftsangaben sollte jeweils ein Flugzeug am Abend um 22.00 Uhr von Johannesburg und Kapstadt aus mit rund 300 Passagieren an Bord Richtung Deutschland abheben. Weitere sollen danach folgen.

Der deutsche Botschafter Martin Schäfer hatte am Vortag von einer enormen logistischen Herausforderung in einem Land gesprochen, das gut dreimal so groß wie Deutschland ist. In den kommenden Tagen müssen die an verschiedenen Orten festsitzenden Urlauber trotz geltender Ausgangssperre zu Sammelpunkten gebracht werden, um dann per Bus zum Flugplatz gefahren zu werden.

Trotz Ausgangssperre in Südafrika klappte es

Der nun gefundenen Lösung waren intensive Gespräche mit der Regierung des Kap-Staates vorausgegangen. Schäfer, der maßgeblichen Anteil an den komplexen Verhandlungen hatte, erhielt dafür ausdrückliches Lob von der EU-Vertretung. Südafrika hatte vor einer Woche mit der Umsetzung einer strikten Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus alle Landgrenzen geschlossen und auch den kommerziellen Flugbetrieb eingestellt.

Die nun auszufliegenden Passagieren müssen zuvor negativ getestet worden sein. Infizierte Urlauber müssen sich gemäß den Regeln des Kap-Staates in Quarantäne begeben und medizinische Behandlung suchen. Ähnliche Rückholaktionen hatte es bereits für festsitzende Touristen in Südafrikas Nachbarstaat Namibia gegeben, wo ebenfalls viele Urlauber von den verhängten Restriktionen überrascht worden waren.

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