Hessigheim hat gerade einmal rund 2500 Einwohner. Am Montag machte die Nachricht vom Tod einer 44-Jährigen die Runde. Foto: Werner Kuhnle

Am Wochenende ist in der Weinbaugemeinde Hessigheim (Kreis Ludwigsburg) eine 44-Jährige ums Leben gekommen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die kleine Gemeinde Hessigheim ist am Montag von einer schrecklichen Nachricht erschüttert worden. Eine 44-jährige Frau ist dort auf offener Straße gestorben. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag, wurde aber erst jetzt bekannt.

 

Die Polizei hält sich bedeckt, die Umstände seien noch nicht geklärt, heißt es. Die Frau sei verletzt gewesen, teilte eine Sprecherin mit, allerdings so schwer, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass sie sich durch einen Sturz zugezogen oder anders zugefügt hat. Ein Suizid ist also eher unwahrscheinlich. Umgekehrt ist ein Gewaltverbrechen nicht ausgeschlossen. Die Polizeisprecherin wollte dies zwar nicht bestätigen, verneinte es aber auch nicht. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen, weitere Details sollen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft im Laufe der Woche bekannt gegeben werden.

Rettungskräfte versuchen noch die Frau zu reanimieren

Passanten hatten die Frau in der Rathausstraße gefunden, sie war bewusstlos auf dem Asphalt gelegen. Notfallsanitäter versuchten noch die 44-Jährige zu reanimieren, die Hilfe kam aber zu spät, sodass sie noch vor Ort verstarb.

Hessigheim ist ein beschauliches Städtchen mit gerade einmal rund 2500 Einwohnern. Bekannt ist die Gemeinde für die Felsengärten, Weinanbau und die Feste rund um den Rebensaft. Bürgermeister Günther Pilz war am Montag überrascht von der Nachricht, er müsse „das erst einmal sacken lassen“. Einen solch tragischen Todesfall habe es in seiner Amtszeit in Hessigheim noch nicht gegeben. Erfahren hat der Schultes von dem Unglück über das Presseportal der Polizei. Die Frau ist Mutter von drei Kindern. „Wir versuchen natürlich der Familie so gut es geht zu helfen und tun unser möglichstes“, so Pilz.