Ein junges Paar starb bei dem Unfall an der Rosensteinstraße Foto: aktuell/Simon Adomat (Archiv)

Nach dem folgenschweren Unfall mit einem gemieteten Jaguar liegt nun ein Gutachten vor. Der Fahrer soll extrem schnell gefahren sein. Auch, was unmittelbar vor dem tödlichen Zusammenstoß geschah, ist geklärt.

Stuttgart - Das Gutachten zum tödlichen Unfall mit einem gemieteten Jaguar liegt vor. Die Fachleute haben aufgrund der Spurenlage ausgerechnet, dass der Verursacher mit einer Geschwindigkeit von weit mehr als 100 km/h gefahren ist, bevor es zu dem tödlichen Zusammenstoß kam. Bei dem Unfall wurde ein junges Paar getötet, auf dessen Auto der Jaguar schleuderte. „Aufgrund des Gutachtens bejahen wir nun den Anfangsverdacht des Mordes“, sagt Heiner Römhild, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Ausweichmanöver unmittelbar vor dem Unfall

Der Unfall war in der Nacht zum 7. März geschehen. Ein 20-Jähriger hatte am Steuer eines gemieteten Jaguars an der Rosensteinstraße die Kontrolle über den PS-starken Wagen verloren. Er schleuderte über die Fahrbahn und prallte gegen einen Kleinwagen, der aus der Ausfahrt einer Tiefgarage des Kinos dort kam. Die 22-jährige Frau auf dem Beifahrersitz und der 25-jährige Mann waren sofort tot.

Das Gutachten habe auch geklärt, warum der Fahrer die Kontrolle verloren hatte. Er sei kurz vor dem Unfall einem Auto ausgewichen, das um abzubiegen auf seine Spur eingefahren sei. Dabei habe er die Kontrolle verloren und sei ins Schleudern geraten. Der 20-Jährige am Steuer blieb unverletzt. Er sitzt seit dem Unfall in Untersuchungshaft.

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