Thomas Schneider, Co-Trainer der Nationalelf Foto: dpa

Nach Vorbild der Champions League treten in der Youth League 32 Nachwuchsteams gegeneinander an. Thomas Schneider, Co-Trainer der Nationalmannschaft, hält nicht viel davon.

Sindelfingen - Auch der Co-Trainer der Fußball-Nationalelf, Thomas Schneider, sieht die Champions League für U-19-Teams sehr kritisch. Die Spiele in der Youth League seien grenzwertig, erklärte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag in Sindelfingen. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Jungs nicht verheizen. Man darf nicht das Gesamtkonstrukt mit Schule und Ausbildung aus den Augen verlieren und immer mehr draufpacken.“ Die Belastung durch immer mehr Spiele sei schon „Wahnsinn“. Junge Menschen bräuchten in ihrer Entwicklung auch mal Erholungsphasen.

An die Champions League der Profis gekoppelt, treten in der Gruppenphase der Youth League 32 Nachwuchsteams gegeneinander an, um sich international zu messen. Aus Deutschland haben nur die Talente des FC Schalke 04 die K.o.-Runde erreicht. Der neue DFB-Sportdirektor Hansi Flick hatte den Nutzen des Wettbewerbs zuletzt in Zweifel gezogen.

Es sei zwar schön für die Jungs, sich auf höchstem Niveau zu messen, sagte nun Schneider, der Flick als Co-Trainer Löws beerbt hat. „Aber die haben eigentlich schon genug Spiele auf Topniveau.“

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