Trotz Wirtschaftskrise und Pleiten im Handel ist der Hemdenhersteller Olymp aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) weiter gewachsen.

Bietigheim-Bissingen - Trotz Wirtschaftskrise und Pleiten im Handel ist der Hemdenhersteller Olymp aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) weiter gewachsen. 2009 stieg der Umsatz um 6,3 Prozent auf 116,3 Millionen Euro. Erfreuliche Zuwächse gab es für Olymp vor allem auf dem hart umkämpften deutschen Markt, wo vor allem Discounter und Billigmärkte mit Hemden unter 20 Euro dem Fachhandel zu schaffen machen.

In der Preisklasse von 30 bis 60 Euro schätzt Olymp seinen Marktanteil auf rund 25 Prozent. Durch den steigenden Marktanteil im Inland konnte Olymp die Rückgänge in rezessions- und krisengeschüttelten Märkten in Osteuropa - allen voran Russland - sowie Großbritannien und Irland "zufriedenstellend auffangen". Olymp fertigt wie die meisten Konkurrenten auch in Fernost und Osteuropa, wo insgesamt rund 3.000 Menschen dem Familienunternehmen zuarbeiten. Im Inland wurden aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung neue Arbeitsplätze geschaffen, so dass die Zahl der Mitarbeiter hierzulande von 387 auf 403 gestiegen ist.

Gut lief es vor allem in Ländern wie Dänemark, Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Beneluxstaaten und China. Mittlerweile liegt die Exportquote bei 30 Prozent. Jährlich produziert Olymp rund 6,9 Millionen Teile. Am Stammsitz Bietigheim-Bissingen laufen die Fäden zusammen - zeitweise sind hier bis zu 800.000 Teile im Lager.

Künftig will Olymp vor allem das Geschäft mit Hemden, Polos und Krawatten in Skandinavien forcieren. Zudem setzt Olymp-Geschäftsführer Mark Bezner auf den Ausbau der Freizeitkollektion und reagiert damit auf das veränderte Arbeits- und Freizeitverhalten der Kunden. "Acht Stunden sind kein Tag. Und Freizeit kein Grund, auf modische Ansprüche oder Qualität zu verzichten", sagt er. Unter diesem Motto produziert der Spezialist für Businesshemden seit einigen Jahren eine Freizeitlinie. Der Umsatzanteil dieser Casual-Hemden liegt bei 25 Prozent und soll steigen.

Gegründet wurde Olymp 1951 von Mark Bezners Großvater in der Waschküche seines Einfamilienhauses.

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