Wieder beim Mercedes-Cup in Stuttgart dabei: Die deutsche Nummer eins im Herrentennis, Tommy Haas Foto: Getty

Deutschlands bester Tennisprofi Tommy Haas und Titelverteidiger Fabio Fognini sind die Zugpferde beim ATP-Turnier in Stuttgart. Doch beim letzten Sandplatzturnier auf dem Killesberg fehlen erneut die ganz großen Namen.

STUTTGART - Es ist ein wenig wie beim Fest für den Rest. Letztmals findet in diesem Jahr (5. bis 13. Juli) der Mercedes-Cup auf Sand statt. Danach schlagen die Tennisprofis beim Stuttgarter ATP-Turnier künftig auf Rasen auf – im Vorfeld von Wimbledon. Und auch wenn Turnierdirektor Edwin Weindorfer ankündigt, in diesem Jahr „das beste Turnier in Deutschland auf Asche“ – im Vergleich zu Düsseldorf, Hamburg und München – auf die Beine stellen zu wollen, merkt man, dass der Fokus nur noch auf Gras liegt. Denn das Teilnehmerfeld, das der Österreicher am Dienstag für das letzte ATP-Sandplatzturnier auf dem Weißenhof präsentierte, haut keinen Tennisfan vom Hocker.

Im Gegenteil: Bislang hat Weindorfer keinen Top-Ten-Spieler an Land gezogen. Wie in den Vorjahren soll die deutsche Nummer eins, Tommy Haas, das Publikum anlocken. Der Daviscup-Spieler, 17. der Welt, ist das Zugpferd der Veranstaltung. Doch wer die Auftritte von Haas (36) zuletzt beim Mercedes-Cup gesehen hat, der weiß: Wirklich wohl fühlt er sich nicht. Aufgrund der Höhe des Killesbergs kommt er mit dem veränderten Sprungverhalten der Bälle nicht klar.

„Zurzeit hat Tommy zwar ein wenig Probleme mit der Schulter, aber er wird in Stuttgart spielen“, meinte Weindorfer. Neben Haas sind in Titelverteidiger Fabio Fognini (Weltranglisten-15. aus Italien), Guillermo Garcia-Lopez (39./Spanien), Carlos Berlocq (48./Argentinien) und Martin Klizan (62./Slowakei) vier diesjährige ATP-Turniersieger für Stuttgart gemeldet. Derzeit verhandelt Weindorfer noch mit Gael Monfils (24./Frankreich) und der deutschen Nummer zwei, Philipp Kohlschreiber (29./Augsburg).

Ansonsten konzentrieren sich die Mercedes-Cup-Macher aber aufs Rasenturnier. Das gilt auch für Hauptsponsor Mercedes. Der Namensgeber des Turniers verlängerte deshalb das Engagement mit der veranstaltenden Firma Emotion bis 2019. Dabei soll auch mehr Geld fließen. Allein das Preisgeld erhöht sich von 485 760 auf 600 000 Euro. „Das wird ein tolles Turnier“, sagte Weindorfer – und meinte die Rasenpremiere 2015.

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