Am 18. Juni möchte Roger Federer gerne seinen ersten Titel in Stuttgart gewinnen Foto: dpa

Roger Federer ist auch in diesem Jahr der große Star beim Mercedes-Cup auf dem Stuttgarter Weißenhof. Neben dem Schweizer schlagen auch noch andere Größen der Szene auf. Nur Deutschlands Nummer eins ziert sich.

Stuttgart - Das diesjährige Stuttgarter Frühlingsfest ist zwar schon seit ein paar Tagen Geschichte. Was Veranstalter Edwin Weindorfer aber nicht davon abhielt, die Präsentation des vorläufigen Teilnehmerfeldes beim Mercedes-Cup auf dem Stuttgarter Weißenhof in alpenländischer Trachtenmontur vorzunehmen. Gut, der Mann ist Österreicher, nur hat man den zünftigen Janker-Look bislang nicht mit dem feinen Rasen-Event in Verbindung gebracht. In diesem Jahr, bei der 101. Auflage ist das anders. „Rasen-Wasen“ lautet das Motto am ersten Sonntag des Turniers, das für die Stars der Szene eigentlich als Vorbereitungsturnier für Wimbledon gedacht ist.

Macht aber nichts, dachte sich Weindorfer, der davon träumt, vom 10. bis 18. Juni auch sein Aushängeschild Roger Federer einmal in Kniestrümpfen und Trachtenjanker zu sehen. Womöglich sogar auf dem Platz? So weit wird es wohl nicht kommen, schließlich hat der Maestro Großes vor. „Im Gegensatz zum Vorjahr bin diesmal fitter und besser drauf, daher sind meine Erwartungen auch größer“, ließ der Schweizer per Videobotschaft ausrichten. Und: „Es muss mein Ziel sein, den Titel anzupeilen.“

Zverev und Thiem feilschen um Antrittsgage

Keine Frage, die vergangenes Jahr im Halbfinale ausgeschiedene aktuelle Nummer vier der Tennis-Welt ist auch in diesem Jahr die große Zugnummer. Ein Großteil der Eintrittskarten für die Finaltage ging bereits über den Tisch. „Wir dürfen uns auf den besten Federer aller Zeiten freuen“, frohlockte Weindorfer angesichts der Gala-Vorstellungen, die der 35-Jährige gegenwärtig auf den Platz zaubert.

Auf den dürfen sich die Besucher noch freuen? Eingekauft wurden bis jetzt die Top-Ten-Spieler Grigor Dimitrov aus Bulgarien und Tomas Berdych aus Tschechien. Auch Vorjahresfinalist Phillip Kohlschreiber gibt sich die Ehre, genauso wie Tommy Haas. Für den 39-Jährigen werden es die letzten Aufschläge auf dem auf über 6000 Plätze vergrößerten Centre Court des Weißenhofs sein. Nur Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev ziert sich noch.

„Wir hätte ihn gerne dabei, das Thema ist noch nicht durch“, sagte Weindorfer. Genauso verhalte es sich bei Vorjahressieger Dominic Thiem aus Österreich. Die beiden feilschen noch um die Antrittsgage. Eine der zwei verbliebenen Wildcards will Weindorfer für Zverev zurückhalten, die andere steht einem weiteren Top-Ten-Spieler offen. Die dritte ging an Tommy Haas. Dem nach über 20 Jahren auf der Profi-Tour zum Abschluss nochmal ein ganz neues Erlebnis widerfahren wird: Ein Trachtenfest auf dem Tennisplatz.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: