Für den Tatort „Preis des Lebens“ diente der Max-Eyth-See in Hofen als Kulisse. Foto: SWR/Alexander Kluge

Tennisclub, S-Bahnhof oder Seeufer – diese Stuttgarter Plätze dienten bereits als Drehorte für die Krimi-Serie „Tatort“.

Stuttgart - 24 Mal haben die aktuellen Tatortkommisare Lannert und Bootz bereits Kriminalfälle in Stuttgart gelöst – zumindest auf dem Fernsehbildschirm. Die Stadt ist dabei immer auch Kulisse für die Filme. Viele Szenen werden aber auch anderswo gedreht. „Das komplette Fiktions-Team sitzt in Baden-Baden“, erklärt Thorsten Hein aus der Bildredaktion des Südwestrundfunks (SWR). Für die Aufnahmen in Stuttgart muss also die ganze Crew im Hotel einquartiert werden. Das ist teuer und verursacht Emissionen. „Nachhaltigkeit ist inzwischen auch ein Thema“, betont Hein. Unter dem Schlagwort „Green Producing“ versuche man, auf den Klimaschutz zu achten.

Drei Kommissariate in Baden-Baden

Das Kommissariat von Lannert und Bootz liegt deshalb in Baden-Baden – im gleichen Gebäude wie auch die Arbeitsplätze der Tatort-Ermittelnden aus Ludwigshafen und Freiburg. „Das reduziert die Kosten natürlich massiv“, sagt Thorsten Hein. Für einen Tatort dreht das Team 22 oder 23 Tage. an jedem Drehtag entstehen zwischen drei und fünf Minuten Film. Bis der Film dann im Fernsehen läuft, dauert es noch mal circa 9 Monate.

Doch auch vermeintliche Außenaufnahmen können in Wirklichkeit innen gedreht sein – so war es beispielsweise im Tatort „Stau“, der großteils an der Weinsteige spielte. Da die Stadt die Straße nicht eine Woche sperren wollte, baute das SWR-Team die Straße kurzerhand nach – in einer Freiburger Messehalle. In Stuttgart wurde vorher vor Ort alles genau ausgemessen. Im Film ist die falsche Weinsteige dann vor einem original Stuttgarter Hintergrund zu sehen.

In unserer Bildergalerie können Sie genau sehen, wo in Stuttgart schon Tatort-Szenen entstanden sind.

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