Gute Figur: Nicole See und Vincent Costanzo. Foto: Pressefoto Baumann

Viele Nachwuchs-Tanzpaare nutzen die German Open Championships (GOC) in Stuttgart, um ihre Bekanntheit zu steigern - unter anderem Jonathan Maier und Romy Kuhlmann.

Stuttgart - Jonathan Maier und Romy Kuhlmann haben noch einiges vor. Die beiden Latein-Tänzer, die bei den German Open Championships (GOC) für das TZS Stuttgart-Feuerbach an den Start gehen, gehören noch nicht zu den ganz großen Namen im Tanzsport. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. An diesem Mittwoch (ab 17.45/Beethovensaal) hoffen sie, in die Runde der besten 48 bei den „Rising Stars“, einem der Newcomer-Turniere bei den GOC, einzuziehen.

Aber die Ziele sind noch höher: „Einmal in der Runde der besten 24 beim Grand-Slam stehen“, sagt Kuhlmann, „das wäre ein Traum.“ Dann kommt die Musik nicht mehr vom Band, sondern ein Live-Orchester spielt – und das mache die Atmosphäre noch grandioser, als sie ohnehin schon sei, meint die 21-Jährige.

Doch der Weg ist weit für Maier und Kuhlmann. „Vom Alter her sind wir keine Newcomer mehr, aber wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen“, betont Kuhlmann. Auch wenn sie hart arbeiten – fünf- bis sechsmal pro Woche trainieren die beiden in Feuerbach oder Ludwigsburg –, noch tanzen sie im Schatten der Stars. So wie beispielsweise auch Vincent Costanzo und Nicole See (TZS Stuttgart-Feuerbach) oder Hendrik Dubbe und Sarah Smirek (TSC Astoria Stuttgart). „Um sich ganz oben zu etablieren, braucht es vor allem Zeit. Bei vielen dieser Paare fehlt es noch an der Konstanz“, sagt Trainer Holger Nitsche, der Maier/Kuhlmann bei den GOC betreut.

Das größte Tanzturnier der Welt in Stuttgart sei aber ideal, um sich zu entwickeln, meint Nitsche. Denn das Turnier ist vor allem eine Chance, sich zu präsentieren. „Wir haben international noch keinen Namen, den muss man sich erarbeiten“, sagt Kuhlmann. Und auf den Namen kommt es – neben dem Können – beim Turnier in Stuttgart, bei dem die Wertungsrichter unter anderem aus Südkorea, den USA oder Kasachstan kommen, auch an. Vincent Costanzo und Nicole See starten deshalb sowohl beim Grand Slam als auch bei den Rising Stars Latein. „Wir wollen ein bisschen Werbung für uns machen und gesehen werden“, sagt der 17-Jährige, „denn wenn man bei den Wertungsrichtern erst einmal bekannt ist, ist man quasi schon eine Runde weiter.“

Sich einen Namen machen, das wollen inzwischen viele deutsche Nachwuchstänzer. „Früher war es eine Sensation, wenn man ein oder zwei deutsche Paare in einem Jugend- oder Nachwuchsturnier hatte“, sagt Petra Dres, Pressesprecherin der GOC. Heute sei der deutsche Nachwuchs auch auf internationalen Veranstaltungen stark vertreten. „Die Frage ist aber: Hält er auch durch?“, ergänzt Dres. Denn aufgehende Sterne können auch schnell wieder verglühen.

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