Am 24. Januar eröffnete Schauspieler Robert Redford das Sundance Film Festival. Foto: Invision

Das amerikanischen Filmfestival Sundance in Utha ist eröffnet. Ein Mitbegründer kündigte gleich zu Beginn seinen Rücktritt an: Der Schauspieler Robert Redford will sich zukünftig eher um andere Dinge kümmern.

Park City/Stuttgart - Seit über 30 Jahren findet jeden Winter im US-Bundesstaat Utah ein Film-Ereignis der besonderen Art statt: das „SundanceFilmfestival. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Eine Pressekonferenz im US-Wintersportort Park City zum Auftakt des Festivals hielt die Ankündigung eines Abschiedes bereit.

Hollywoodstar Robert Redford will bei dem von ihm gegründeten Filmfestival künftig weniger im Vordergrund stehen. Er habe das nun 34 Jahre lang gemacht, sagte der 82-Jährige. Nun wolle er sich um andere Sachen kümmern und mehr Zeit mit Filmen und Filmemachern verbringen. Redford hatte kürzlich auch seinen Abschied von der Schauspielerei bekannt gegeben. Sein zuletzt gedrehter Film „Ein Gauner & Gentleman“ soll Ende März in die deutschen Kinos kommen.

Das Sundance Filmfestival zeigt bis zum 3. Februar mehr als 112 Spielfilme sowie Dokus und Kurzfilme aus dutzenden Ländern. 56 Filme treten in vier Wettbewerbskategorien gegeneinander an. Die deutsche Ko-Produktion „Monos“ von Regisseur Alejandro Landes geht in der Sparte „World Cinema“-Drama ins Rennen.

Mit im Rennen: „The Sunlit Night“ unter deutscher Regie

Auch der Film „The Sunlit Night“ des deutschen Regisseurs David Wnendt („Kriegerin“) mit Jenny Slate und Zach Galifianakis feiert in Park City seine Weltpremiere. In dieser Premieren-Reihe, außerhalb des Wettbewerbs, laufen auch Filme wie „After The Wedding“ mit Julianne Moore und Michelle Williams, sowie das Politdrama „Official Secrets“ mit Keira Knightley und Ralph Fiennes.

Die Dokumentation „Untouchable“ dreht sich um den Aufstieg und Fall von Hollywood-Produzent Harvey Weinstein, die Doku „Leaving Neverland“ befasst sich mit Missbrauchsvorwürfen gegen den 2009 gestorbenen Popstar Michael Jackson.

Sundance als Sprungbrett

Für viele Independent-Filme ist das Sundance-Festival ein Sprungbrett, manche haben später Oscar-Chancen. So stellte der in Syrien geborene und in Berlin lebende Regisseur Talal Derki im vergangenen Jahr in Park City seine Doku „Of Fathers And Sons - Die Kinder des Kalifats“ vor. Der Film über die Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs schaffte es jetzt unter die fünf Oscar-Kandidaten in der Sparte „Bester Dokumentarfilm“. 2014 hatte Derkis Dokumentation „Return to Homs“ einen Sundance-Preis gewonnen.

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