Die italienische Polizei hat 1,3 Tonnen Kokain in drei Containern aus Südamerika gefunden. (Symbolbild) Foto: dpa/Christian Charisius

Zwischen Kaffee, tiefgefrorenem Fleisch oder exotischen Früchten – die Polizei hat im Hafen der süditalienischen Stadt Gioia Tauro Kokain im Wert von mehreren hundert Millionen sichergestellt.

Rom - Reinstes Kokain mit einem Wert im dreistelligen Millionenbereich hat die italienische Polizei im Hafen der süditalienischen Stadt Gioia Tauro sichergestellt. In weniger als einer Woche hätten die Ermittler insgesamt 1,3 Tonnen des Rauschgifts in drei Containern aus Südamerika gefunden, teilte die Finanzpolizei von Reggio Calabria an der italienischen Stiefelspitze am Mittwoch mit. Die Drogen waren demnach zwischen Kaffee, tiefgefrorenem Fleisch und exotischen Früchten versteckt. Zwei Container stammten aus Brasilien, einer aus Ecuador.

Die Ermittler schrieben das Kokain der Mafia-Organisation Ndrangheta zu, die bekannt dafür ist, damit ihr Geld zu verdienen. Drogendealer hätten es noch bis zu vier Mal schneiden können, bevor es auf den Markt gegangen wäre. Damit hätten sie schätzungsweise insgesamt rund 260 Millionen Euro einnehmen können. Das Haupteinflussgebiet der ‚Ndrangheta liegt in Süditalien, sie hat aber auch viele Verbindungen ins Ausland. Aktuell läuft in der kalabrischen Stadt Lamezia Terme einer der größten Anti-Mafia-Prozesse seit Jahrzehnten. Angeklagt sind 300 mutmaßliche Mitglieder der ‚Ndrangheta.

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