Subaru Boxer mit Allrad-Antrieb

Von Annett Boblenz 

Ausweichmanöver auf nasser Straße: Kein Problem für den 170 PS-starken Levorg. Foto: Hersteller
Ausweichmanöver auf nasser Straße: Kein Problem für den 170 PS-starken Levorg. Foto: Hersteller

Der japanische Hersteller Subaru bietet weltweit die größte Allrad-Pkw-Flotte und setzt seit 50 Jahren auf den Boxermotor. Die Kombination sorgt für mehr Sicherheit.

Fünf Monate auf einen Neuwagen warten? So lange muss sich eigentlich fast jeder Kunde in Deutschland beim Allrad-Spezialisten Subaru gedulden. Denn Vorrang hat der wichtigste Auslandsmarkt für die Japaner, die USA. In Deutschland werden pro Jahr weniger als 10.000 Neufahrzeuge der Marke mit dem Sternenbild der Plejaden als Emblem zugelassen. Mehr als 200 Händler und etwa 220 Servicebetriebe vermarkten das Produktportfolio, welches aktuell aus acht Modellreihen besteht. Jüngster Spross der zum japanischen Konzern Fuji Heavy Industries gehörenden Marke ist der Kombi Levorg, der Ende vergangenen Jahres auf den deutschen Markt kam.

Trotz langer Lieferfristen: Subaru-Fahrer sind offenbar zufriedene Kunden. Im Schnitt entlassen sie ihr Auto erst nach 11,7 Jahren in den Ruhestand, um sich anschließend gleich wieder ein neues Modell des Hersteller zu kaufen. Und regelmäßig landet die Marke auf den vorderen Plätzen bei Untersuchungen zur Kunden- und Händlerzufriedenheit.

ZUFRIEDENE KUNDEN UND HÄNDLER

Was macht also die Modelle so besonders? Zum einen sicherlich das Garantieversprechen. Seit 2013 gibt es eine Fünf-Jahres-Vollgarantie für Neuwagen bis zu einer Laufleistung von 160.000 Kilometern. Darin enthalten ist eine 12-Jahres-Garantie gegen Durchrostung sowie eine Drei-Jahres-Garantie gegen Oberflächenkorrosion. Gegen Aufpreis verlängert sich die Gesamtgarantie sogar auf acht Jahre.

Neben diesen Vernunftgründen punktet Subaru mit Technik. In Deutschland sind die Modelle WRX STI, Impreza, XV, Forester, Levorg und Outback mit dem permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD ausgestattet. Lediglich das Sportcoupé BRZ kommt ohne aus.

Doch was sind eigentlich die Vorteile von Allrad? Üblicherweise neigen ja Pkw, die nur an der Hinter- oder Vorderachse angetrieben werden, zum Über- oder Untersteuern bei allzu rasanten Kurvenfahrten. Bei einem Allradler haben dagegen alle vier Räder immer ausreichend Bodenhaftung. Anders als bei vielen SUV mit situativ zugeschaltetem Allrad-Antrieb setzt Subaru bewusst auf den symmetrischen permanenten Allradantrieb. Was verbirgt sich dahinter? Und jetzt kommt die zweite technische Besonderheit von Subaru-Modellen ins Spiel, der Boxermotor

Vor genau 50 Jahren begann mit dem Modell 1000 die Boxer-Ära für Subaru. Weil die Kolben bei dieser Art des Antriebs sich horizontal gegeneinander bewegen, gleichen sie ihre Massenkräfte gegenseitig aus. Und weil der Boxermotor zudem tief im Fahrzeug liegt, wandert der Schwerpunkt des Autos ebenfalls in Richtung Straße.

Dieser tiefe Schwerpunkt in Verbindung mit der Tatsache, dass auch alle anderen Hauptkomponenten wie das Getriebe und der Achsantrieb bis zum hinteren Differenzial in einer Linie, also symmetrisch angeordnet sind, sorgt für eine sichere Straßenlage, das Auto kommt weniger schnell ins Schwanken.

AKTIVE FAHRSICHERHEIT

Und das konnten jetzt die rund 200 Teilnehmer der ersten Familienfahrschule der Subaru Deutschland GmbH erfahren. Der Hersteller hatte für Kunden und deren Familien zusammen mit dem ADAC ein speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittenes Fahrsicherheitsprogramm konzipiert.

An den drei Standorten Schlüsselfeld bei Nürnberg, Hannover und Gründau-Lieblos bei Hanau konnten die Teilnehmer sich in Theorie und Praxis einen persönlichen Eindruck davon verschaffen, in welchem Maß ein symmetrischer Allradantrieb tatsächlich zur aktiven Fahrsicherheit beiträgt.

Die Teilnehmer absolvierten nach einer technischen Einführung durch ADAC-Instrukteure mit den Modellen Subaru XV, Forester, Levorg und Outback nicht nur Elemente aus den klassischen Fahrsicherheitsprogrammen des Verkehrsklubs. In mehreren kleinen Gruppen mit jeweils zehn Autos erhielten sie darüber hinaus in einem modular aufgebauten, eintägigen Kurs auch Einblicke in andere Bereiche des mobilen Lebens. Die Trainer schulten unter anderem das Rangieren mit Gespannen, wobei verschiedene Modelle als Zugfahrzeuge für Wohnwagen, Pferdeanhänger und Bootstrailer eingesetzt wurden.

Lesen Sie jetzt