Als Flaschengeist Dschinni rockt Maximilian Mann im Disney-Musical „Aladdin“ das Apollo-Theater in Stuttgart. Foto: Jens Volle

Beim ESC wird die Vielfalt gefeiert. Maximilian Mann, der Dschinni aus „Aladdin“, feiert und singt im Friedrichsbau beim Stuttgarter Warm-up fürs Finale in Israel mit. Wir sprachen mit ihm über seine Höhepunkte in der ESC-Geschichte.

Stuttgart - Er ist der Mann, der Wünsche erfüllt, aber immer nur drei davon. Maximilian Mann, Star des Disney-Musicals „Aladdin“, rockt als Flaschengeist Dschinni das Apollo-Theater, quirlig, urkomisch, swingend und stimmgewaltig. Nun will der begnadete Entertainer Danke sagen auf einer anderen Stuttgarter Bühne: Als großer Fan des Eurovision Song Contest singt der 31-Jährige am 6. Mai in der Show „Merci Grand Prix“ im Friedrichsbau Varieté mit Kollegen Ohrwürmer aus der Historie des Musikwettbewerbs. Sein persönliches ESC-Highlight ist „Frauen regier’n die Welt“ des vor drei Jahren verstorbenen Sängers Roger Cicero. 2007 kam der deutsche Beitrag auf Platz 19.

In die Klagen über das oft schlechte Abschneiden der Deutschen will der „schöne Max“ nicht einstimmen. „Deutschland hat großartige und mutige Beiträge geleistet“, sagt er, „das bedeutet manchmal das Scheitern auf ganzer Linie“. Aber immer wieder ist er stolz gewesen, „wenn wir zur Erheiterung des Abends beigetragen haben“.

Vom 14. bis 16. Mai findet der ESC 2019 in Tel Aviv statt

Beim Stuttgarter Warm-up zum 64. Eurovision Song Contest, der unterm Motto „Dare To Dream!“ vom 14. bis zum 16. Mai in Tel Aviv stattfindet, wird der Friedrichsbau mit Fahnen geschmückt. Für die Wettkampfatmospähre soll die Punkte-Bewertung sorgen, ohne die ein ESC-Spektakel kaum denkbar ist. Das Varieté-Publikum schlüpft in die Rolle der internationalen Jury. Wer bekommt von den Zuschauern twelve points, douze points, zwölf Punkte?

Der größte Verdienst des ESC, sagt Maximilian Mann, ist für ihn, „dass wir bei dem Wettbewerb den Austausch der verschiedenen Kulturen in der Musik erleben“. Wichtig sei auch, „das Songschreiben am Leben zu erhalten, dazu zu animieren, Musik weiterzuentwickeln sowie neu- und wieder zu entdecken“. Am meisten freut sich der Stuttgarter Musicalstar auf „emotionale und lustige Darbietungen“. Schon so oft habe er beim ESC mitgefiebert und angerufen um bestimmte Titel weit nach oben zu bringen.

„Ich bin der Typ Unterhaltung“, sagt Maximilian Mann

Was sind seine drei Wünsche an Dschinni, damit der ESC noch mehr Menschen begeistert? Seine Antwort: „Ich wünsche mir Vielfalt, Offenheit und Mut von den Schreibern. Ich glaube, damit kann man immer begeistern,nur so kann Musik sich entwickeln.“

Mit Frauenpower zieht das Duo S!sters für Deutschland ins Finale nach Israel. Die 19-jährige Carlotta Truman und die 26-jährige Laurita sind ungleiche „Schwestern“. In ihrem Song „Sisters“ werben sie für Solidarität unter Frauen. Maximilian Mann findet, dass der deutsche Beitrag„ein Song mit starker Aussage ist, der sehr gut zum ESC passt.“ Er persönlich findet das Lied „super“ – Zweifel klingen bei ihm aber durch, „ob es das Publikum so sieht wie ich“.

Beim ESC wird die Vielfalt gefeiert. Zwischen schrill und sanft, zwischen Abendkleid mit Zehn-Meter-Schleppe und knappem Mini-Glitzer-Kleidchen, zwischen modern und traditionell bewegen sich die Darbietungen. Auf welcher Seite sieht sich Mann? „Ich bin der Typ Unterhaltung“, antwortet er, „ich finde, das Outfit muss zum Song passen.“ Wenn dies bedeute, in goldenen Pailletten über die Bühne zu springen, sei das super. Zum ESC passt seiner Meinung nach „ein schrilles Outfit, mutige Beiträge und vor allem ganz viel Spaß“. Stuttgart geht mit dem ESC-Spaß fast zwei Wochen vorm großen Finale voran!

Bei „Merci Grand Prix“ treteten am 6. Mai, 20 Uhr, im Varieté außerdem auf: Peter Stassen („Tanz der Vampire“), Cale Kalay (Dance Captain bei Helene Fischer), Melanie Ortner-Stassen („Tarzan“), Mercedesz Csampai („Der Glöckner von Notre Dame“) und Riccardo Greco (Ghost“). Karten unter Telefon 0711/ 2 25 70 70.
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