So seh’n Sieger aus: Die Torschützen Badiane (rechtes) und dahinter Scepanik. Foto: Baumann

Geschafft! Der neue Trainer Tomasz Kaczmarek hat am Samstag den ersten Sieg bei den Stuttgarter Kickers gefeiert – und das auch noch im Derby gegen den VfB II, der in der Regionalliga 1:3 verlor.

Stuttgart - Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht geseh’n . . .“ Diese Gesänge hallten schon kurz vor Spielende durch das Gazistadion. Und selten war das aus Sicht des Regionalligisten Stuttgarter Kickers so treffend: Denn der 3:1(2:0)-Sieg im Derby gegen den VfB Stuttgart II vor 3390 Zuschauern war im 14. Heimspiel erst der zweite Dreier. „Das war ein guter Tag für uns, wir sind zufrieden“, sagte Kickers-Trainer Tomasz Kaczmarek und überraschte mit der Aussage: „Uns ging es gar nicht so sehr ums Ergebnis, wir wollten ein gutes Spiel machen.“

Dabei war das Resultat nach zehn Spielen ohne Sieg für die Kickers über­lebenswichtig. Denn zuletzt hatte nichts auf eine Wende hingedeutet. Davon wollte der Coach auch nach dem verdienten Derby-Erfolg nichts wissen: „Von einer Wende würde ich noch nicht sprechen, denn es war auch vorher nicht alles schlecht“, sagte der frischgebackene Fußball-Lehrer, „aber wir nehmen neben den drei Punkten ein richtig gutes Gefühl mit.“ Erstmals gingen die Blauen im sechsten Spiel unter der Regie von Kaczmarek in Führung.

Lucas Scepanik in neuer Rolle

Der starke Lucas Scepanik drückte bereits in der 3. Minute den Ball über die Linie. Die Vorarbeit war von Lhadji Badiane gekommen. Scepanik spielte erstmals im linken Mittelfeld – vor Josip Landeka. „Das war kein Pro­blem für mich, ich bin gelernter Offensivmann“, sagte der frühere Kölner. Die Kickers zeigten weiter die richtige Körpersprache und gingen mit viel Willenskraft und der nötigen Intensität in die Zweikämpfe. Der verdiente Lohn: das 2:0 durch Badiane nach einer Ecke von Sandro Abruscia (39.). Kurz danach war Pause – und VfB-Coach Andreas Hinkel stellte hinterher fest: „So eine erste Halbzeit darf man nicht abliefern.“

Nach dem Wechsel kam seine Mannschaft besser ins Spiel und durch Nicolas Sessa zum 1:2-Anschlusstor (55.). Den Kickers gelang es in dieser Phase nicht mehr, die Bälle zu halten, und sie konnten von Glück sagen, dass sie aus dem Nichts zum 3:1 (73.) kamen. Nach einer Landeka-Flanke schloss der Joker Jesse Weißenfels klasse ab – sein drittes Saisontor. „Wir haben die Gegentore zu einfach zugelassen“, ärgerte sich Hinkel. Und der Kollege Kaczmarek freute sich zwar, blieb aber auf dem Boden: „Das war ein erster Schritt im Kampf gegen den Abstieg.“ In Worms gilt es nachzulegen.

Stuttgarter Kickers - Regionalliga

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