Trainer Mustafa Ünal (li.) und Sportdirektor Marc Stein setzten auf eine bewährte Spielvorbereitung. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Die Stuttgarter Kickers können mit einem Sieg am kommenden Samstag (14 Uhr) beim FC 08 Homburg den Aufstieg in die dritte Liga perfekt machen. Wie sieht die Vorbereitung aus? Auf was kommt es in den nächsten Tagen an?

„Wir haben in der vergangenen Woche viele gute Entscheidungen getroffen und sie gut umgesetzt. Das wollen wir mit genau dem gleichen Fokus und dem gleichen Ergebnis noch einmal hinbekommen.“ Auch Marc Stein, der Sportdirektor des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers, hält es für sinnvoll, vor dem entscheidenden Spiel der Blauen um Meisterschaft und Aufstieg am kommenden Samstag (14 Uhr/Waldstadion) beim FC 08 Homburg keine außergewöhnlichen Dinge zu veranstalten.

 

Normales Trainingsprogramm

Unabhängig vom Endspielcharakter der Partie wären die Blauen ohnehin einen Tag früher ins Saarland gereist. So geht es am Freitag nach dem Training um 13 Uhr per Bus los. An diesem Montag ist frei, einzelne Spieler kamen dennoch in den ADM-Sportpark, ließen sich vom Physiotherapeuten pflegen oder fuhren Rad.

Ansonsten ist am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils nach dem Mittag Training. „Konditionell fit wird man in dieser Phase der Saison nicht mehr. Es geht darum, dass wir uns gezielt auf unsere Stärken vorbereiten, den Gegner gut analysieren“, sagt Trainer Mustafa Ünal. Die Drucksituation am Pfingstsamstag lässt sich nicht leugnen, für Ünal war sie aber vor dem vergangenen Heimspiel gegen den SGV Freiberg (1:0) sogar eher noch größer: „ Wir hatten zuvor drei Spiele nicht gewonnen, hätten bei einer Niederlage weg sein können – und die Mannschaft hat geliefert. Das gibt uns Mut und Selbstvertrauen.“

Dass es die Kickers aus eigener Kraft schaffen können, hält er für einen großen Vorteil: „Wir müssen nirgendwo anders hinschauen, wir sind von niemand anderem abhängig. Darauf müssen wir also keine Energie verwenden, und das ist ist sehr positiv“, betont Ünal.

VfB II in Reutlingen

Nur falls die Kickers ihr Spiel in Homburg nicht gewinnen, müssten sie nach Reutlingen schauen. Dort, im Stadion an der Kreuzeiche, empfängt der der um einen Punkt schlechtere Tabellenzweite VfB Stuttgart II die TSG 1899 Hoffenheim II, die ihre Aufstiegschancen bereits verspielt hat.

„Wir müssen uns auf uns fokussieren, die Nerven behalten, cool bleiben. Dass wir mit Druck umgehen können, haben wir vergangenes Wochenende gezeigt. Wir haben gegen Freiberg einen sehr stabilen Auftritt hingelegt“, sagt auch Sportdirektor Stein.

Über 2000 Kickers-Fans erwartet

Viel Energie reingebracht haben im letzten Saisonheimspiel die Fans im mit 8650 Zuschauern gefüllten Gazi-Stadion. Auch im Homburger Waldstadion, in das über 16 000 Zuschauer passen, werden die Anhänger der Blauen das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel umfunktionieren. Die Gastgeber rechnen mit insgesamt 3500 bis 4000 Besuchern, darunter dürften 2000 bis 3000 Kickers-Fans sein. Neun Fan-Busse sind bereits ausgebucht, im zehnten reisen Familienangehörige der Spieler, Freunde, Gremiumsmitglieder und Geschäftsstellenmitarbeiter.

Sie alle eint die Hoffnung, auf der Rückfahrt den Drittliga-Aufstieg der Kickers feiern zu können.