Erster Torjubel für die Kickers: Manuel Fischer Foto: Baumann

Mit seinem ersten Tor für Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers rettet Manuel Fischer das 1:1 gegen den Halleschen FC. „Das ist eine coole Sache“, sagte Fischer, „ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Stuttgart - Es ging hoch her in der Schlussphase, und am Ende waren die Stuttgarter Kickers froh, noch einen Punkt im Nachholspiel gegen den Halleschen FC geholt zu haben. Stürmer Manuel Fischer, der in der Winterpause von der SG Sonnenhof Großaspach kam, erzielte in der 90. Minute sein erstes Pflichtspieltor für die Blauen, am Ende standen das 1:1 und der Sprung auf den dritten Tabellenplatz der dritten Liga.

Zwei Minuten vor Fischers Ausgleichstreffer sah Kickers-Mittelfeldmann Sandrino Braun die Gelb-Rote Karte wegen wiederholtem Foulspiel, in der 89. Minute erzielte Timo Furuholm die Führung für Halle – und dann, ja dann kam vor 5220 Zuschauern die Show des Manuel Fischer. Er verwertete eine Flanke von Fabio Leutenecker aus fünf Metern volley und feierte seinen Treffer mit einer Breakdance-Einlage.

„Das ist eine coole Sache“, sagte Fischer hinterher, „ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“ Es sei ganz wichtig gewesen, den Platz nicht als Verlierer verlassen zu haben, ergänzte Fischer. Und: „Wenn wir auch am Ende den dritten Platz belegen würden, würde ich das unterschreiben.“

Der dritte Rang berechtigt zur Teilnahme an der Relegation gegen den Tabellen-16. der zweiten Liga – und womöglich gibt Fischers später Ausgleich den Kickers Rückenwind für die nächsten Aufgaben und den Aufstiegskampf. Trainer Horst Steffen jedenfalls war nicht unzufrieden nach dem Spiel gegen Halle. „Ich muss meinem Team ein Kompliment machen“, sagte er, „nach so einem späten Gegentreffer liegt normal jede Mannschaft am Boden – meine nicht.“

Auch Sportdirektor Michael Zeyer war glücklich über den Punktgewinn, haderte aber mit der schlechten Chancenverwertung in der ersten Hälfte, als die Kickers das klar bessere Team waren und die extrem defensiv eingestellten Hallenser vor große Probleme stellten.

„Wir müssen das erste Tor machen“, sagte Zeyer, „es ärgert mich, dass man so einen Gegner mit einer solch destruktiven Spielweise nicht bestraft.“ In der zweiten Hälfte bauten die Kickers dann etwas ab, die Kombinationen waren nicht mehr so flüssig, doch als alles auf ein torloses Unentschieden hinauslief, begann die dramatische Schlussphase – und die Show des Manuel Fischer.

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