Der SWR sucht ab sofort Firmen, die den Fernsehturm sicherer machen Foto: Leif Piechowski

Die Arbeiten, mit denen der Fernsehturm für Besucher sicherer gemacht werden soll, können jetzt öffentlich ausgeschrieben werden. Mit der abschließenden Baugenehmigung dafür hat die Stadt dem SWR am Montag das Startsignal gegeben.

Stuttgart - Die Arbeiten, mit denen der Fernsehturm für Besucher sicherer gemacht werden soll, können jetzt öffentlich ausgeschrieben werden. Mit der abschließenden Baugenehmigung dafür hat die Stadt dem Südwestrundfunk (SWR) am Montag das Startsignal gegeben. Die SWR Media Services GmbH, die für den Sender den Fernsehturm betreibt, hatte auf die Genehmigung gewartet. Sie kann jetzt die Firmen suchen, die den Turm sicherer machen und die Wiedereröffnung für Besucher ermöglichen sollen. Die Öffentlichkeit soll nach der momentanen Terminplanung im Herbst 2015 wieder Zugang zum Fernsehturm bekommen, den OB Fritz Kuhn im Frühjahr 2013 sperren ließ.

Ziel der Maßnahmen ist es, im Turmschaft mögliche Brandlasten weitgehend zu beseitigen oder einzuhausen. Außerdem soll einem Schwelbrand von Kabeln durch bessere Überwachung mit Geräten vorgebeugt werden. Dadurch sollen die Rettungswege besser benützbar sein, falls es doch zum Brand kommt. Außerdem wird es ein Evakuierungskonzept geben, damit „eine zügige und sichere Evakuierung aller Besucher und Beschäftigten über die Aufzüge oder in Notfall über die Treppenanlage erfolgen kann“, teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. Baulicher, anlagentechnischer und organisatorischer Brandschutz würden so verzahnt, dass die maximal mögliche Sicherheit entstehen werde. Mit der Baugenehmigung wird auch die Nutzung des Turmkorbs für Veranstaltungen dauerhaft genehmigt. Nach der Erteilung der Baugenehmigung dankte OB Kuhn den beteiligten Ämtern der Stadt für das „zügige und koordinierte Zusammenwirken“.

Die Brandschutzmaßnahmen werden nach gegenwärtiger Schätzung Kosten von rund 1,8 Millionen Euro mit sich bringen. Mit 605 000 Euro beteiligt sich die Stadt, indem sie dem SWR Pachtzahlungen für das städtische Gelände erlässt, auf dem der SWR-Turm steht.

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