Ein aggressiver Mann aus Stuttgart-Untertürkheim muss mit mehreren Anzeigen rechnen, nachdem er offenbar seinen Nachbarn bestohlen hat. Foto: Phillip Weingand / STZN

Ein Nachbarschaftsstreit in Stuttgart-Untertürkheim ist am Sonntag eskaliert. Ein 43-jähriger Mann soll bei seinem Nachbarn eingebrochen sein und ihn bestohlen haben. Später legte er sich mit der Polizei an.

Stuttgart - Ein 43 Jahre alter Mann hat sich am Sonntagabend in angetrunkenem Zustand zuerst mit seinem Nachbarn gestritten, diesen wohl später bestohlen und danach Polizeibeamte angegriffen. Der Mann aus Stuttgart-Untertürkheim verbrachte eine Nacht in der Ausnüchterungszelle auf der Polizeiwache.

Nachbarschaftsstreit eskaliert

Nach Angaben der Polizei sollen sich die beiden Männer, die in einem Mehrfamilienhaus in der Augsburger Straße leben, bereits am Vortag wegen zu lauter Musik gestritten haben. Am Sonntag gegen 19.30 Uhr klopfte der 43-Jährige dann an der Tür seines 57 Jahre alten Nachbarn. Offenbar war er bereits deutlich alkoholisiert und wollte den Streit von Samstag fortführen.

Darauf ließ sich der 57-Jährige nicht ein. Er soll den 43-Jährigen an der Tür abgewiesen und wenig später seine Wohnung verlassen haben. Als er gegen 20.35 Uhr zurückkehrte, sah er, dass seine Wohnungstür mit Gewalt geöffnet worden war. Sowohl ein Fernseher, als auch ein Laptop im Gesamtwert von mehr als Tausend Euro fehlten. Der Mann alarmierte die Polizei und führte sie zur Wohnung seines Nachbarn.

Polizei beschimpft und angegriffen

Laut Polizeibericht stand die Tür des 43-Jährigen offen. Er hörte laute Musik. Als er die Beamten sah, soll er sofort begonnen haben, sie zu beschimpfen. Außerdem soll er die Polizisten angegriffen haben, sodass ihnen nichts anderes übrig blieb, als den Mann zu fixieren. Um seinen Rausch auszuschlafen musste er die Nacht zum Montag in einer Ausnüchterungszelle verbringen.

Das fehlende Diebesgut wurde offenbar bei einem weiteren Mieter des Hauses gefunden. Der 43-Jährige soll die Elektrogeräte unter einem Vorwand zur Verwahrung bei ihm abgegeben haben. Der Mann ist der Polizei bereits bekannt und muss nun mit mehreren Anzeigen rechnen.

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