WTB-Präsident Ulrich Lange (5.v.l.), Bezirksvorsteherin Susanne Korge (6.v.l.), Sportler, Trainer und weitere Präsidiumsmitglieder freuen sich auf das neue Sportlerheim, Foto: Tom Bloch,

Das Leistungszentrum des Württembergischen Tennisbundes im Emerholz in Stuttgart-Stammheim wird für knapp zwei Millionen Euro um ein neues Sportlerheim erweitert. Vor Kurzem fand der symbolische Spatenstich statt.

Stammheim - Seit mehr als 25 Jahren ist das Leistungszentrum des Württembergischen Tennisbundes WTB in Stammheim auch einer von vier Bundesstützpunkten für Spielerinnen und jüngst wurde der Status verlängert. Hier trainieren die Besten des Verbandes sowie regelmäßig die nationale weibliche Spitze unter Cheftrainerin Barbara Rittner. Knapp 20 Jahre davon ist Ulrich Lange Präsident des WTB und hat die Entwicklung im Emerholz nicht nur begleitet, sondern maßgeblich geprägt. Zuletzt hatte Lange sich der Renovierung der 1993 errichten Anlage gewidmet. Für 1,5 Millionen Euro wurden die beiden Tennishallen energetisch saniert, die wenigen Übernachtungszimmer renoviert, eine neuer Physio-Raum geschaffen und Büros für die Trainer eingerichtet. Energiesparende LED-Beleuchtung erhellt seit diesem April den Belag in der Halle, der derselbe ist wie bei den US Open in Flushing Meadows.

Neues Sportlerhaus kostet knapp zwei Millionen Euro

In diesen Tagen beginnt der nächste – und vorerst letzte Bauabschnitt. Für knapp zwei Millionen Euro wird eine neues Sportlerhaus gebaut, mit zwölf Doppelzimmern, einer Trainerwohnung sowie Schulungs- und Tagungsräumen. „Die erste Idee war, auf die bestehenden Gebäude aufzustocken“, erklärte Lange beim offiziellen Spatenstich, bei der er sich sehr über die Anwesenheit von Stammheim Bezirksvorsteherin Susanne Korge freute.

Die Erhöhung der Bestandsgebäude hätte in etwa weitere 350 Quadratmeter gebracht. „Dann kam die Idee auf, direkt neben der großen Halle neu zu bauen. Der Vorteil: doppelte Nutzfläche und energetisch viel sinnvoller.“ Das Sportlerheim soll bereits im Sommer fertig sein. Möglich macht es eine schon mehrfach praktizierte Modulbauweise. „Wir werden am Ende rund 180 Kubikmeter Holz plus Holzdämmstoffe verarbeitet haben, und damit rund 200 Tonnen CO2 binden“, rechnete der Generalunternehmer Rainer Walser von der Franz Walser Holzbau GmbH aus Bad Schussenried vor. Eigentlich hätten die Arbeiten schon längst vollendet sein können. „Wir haben auf die Baugenehmigung über eineinhalb Jahre warten müssen“, sagte Präsident Lange. Doch jetzt wird seine „Abschlussarbeit“ angegangen, gerade noch rechtzeitig. Im kommenden Jahr wird der 76-Jährige nämlich nicht mehr kandidieren. „Aber ich werde die Arbeiten bis zum Schluss begleiten, unabhängig von meiner Amtszeit, das ist klar. Dann ist der WTB für die Zukunft gut aufgestellt.“ Doch die Ideen gehen den Veranwortlichen nicht aus – denn mit der dann realisierten Infrastruktur könnte der Verband in einem nächsten Schritt ein Internat installieren.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: