Das neue Redaktionsbüro befindet sich direkt beim Hans-im-Glück-Brunnen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten eröffnen ihr neues Stadtleben-Büro in der Innenstadt. Das Büro soll Besuchern in der Innenstadt die Tür öffnen, unsere Arbeit aus erster Hand kennenzulernen und sich mit Redakteuren darüber auszutauschen.

Stuttgart - Endlich wieder da! Die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung kehren mit ihrem gemeinsamen Stadtleben-Büro in der Geißstraße ins Herz von Stadt und Region zurück. Nicht, dass wir je ganz weg gewesen wären. Die Lokal-Berichterstattung gehört schließlich zu den größten Stärken der beiden traditionsreichen Titel. Doch eine offene Redaktion, in die Leser und Noch-Nicht-Leser ausdrücklich eingeladen sind – das hat es in dieser Form in der Landeshauptstadt noch nicht gegeben.

Möglicherweise klingt das merkwürdig: Es war noch nie so wichtig, dass die beiden in der Stadt und für die Stadt wichtigsten Medien möglichst dicht an die Bewohner heranrücken. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am Hans-im-Glück-Brunnen sind wir mitten im Geschehen, so nah wie möglich an den Leserinnen und Lesern sowie an den Handelnden.

Das neue Büro als Türöffner

Wieso das – im Zeitalter digitaler Netzwerke, der Bildtelefonie, der E-Mail? Je stärker eine digital vermittelte Wirklichkeit Information, Wahrnehmung, Meinungen und Gefühle der Menschen beeinflusst, desto mehr wächst in vielen das Bedürfnis nach Einblicken und Erfahrungen aus erster Hand, nach ungefilterter Teilhabe. Das ist eine Entwicklung, die wir in vielerlei Formen erleben. Im Positiven zum Beispiel durch das weiter wachsende Interesse an Leser-Foren wie StZ im Gespräch der Stuttgarter Zeitung oder dem Treffpunkt Foyer der Stuttgarter Nachrichten. Im Negativen etwa in Form eines lange nicht gekannten Misstrauens gegen etablierte Medien-Marken, die auf professionellen Hochwert-Journalismus bauen. Im schlechtesten Fall in Form unhaltbarer „Lügenpresse“-Vorwürfe.

Genau da setzt die Idee unseres Stadtleben-Büros an: Es soll Besuchern in der Innenstadt die Tür öffnen, unsere Arbeit aus erster Hand kennenzulernen und sich mit Redakteuren darüber auszutauschen, Lob oder Kritik zu äußern. Das Büro am Hans-im-Glück-Brunnen ist von nun an der regelmäßige Arbeitsplatz unserer Stadtleben-Redaktion und bietet darüber hinaus all unseren Redakteuren, die in Stuttgart recherchieren und ihre Beiträge schnell schreiben müssen, einen zentral gelegenen Schreibtisch.

Ein Wunsch geht in Erfüllung

Ebenso wichtig aus unserer Sicht: Es geht in diesem Büro auch darum, dass Leser und Nicht-Leser Themen anregen und Informationen in die Redaktionen tragen. Außerdem soll die im Stadtleben-Büro produzierte Stadtteilausgabe von Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung für die Innenstadt das Lebensgefühl dieses Viertels wiedergeben und genau die Themen setzen, die seine Bewohner bewegen. Das fällt aus unmittelbarer Nachbarschaft wesentlich leichter als auf Distanz. Daran haben auch die vielen digitalen Kommunikationswege nichts geändert.

Kurzum: Mit der Eröffnung des Stadtleben-Büros in der Geißstraße geht ein Wunsch in Erfüllung, den beide Chefredaktionen seit Jahren hegen. Dass er sich in Form eines so hellen, modernen und für Mitarbeiter wie Besucher so einladenden Büros in urbaner Umgebung erfüllt, freut uns ganz besonders.

Mit der Rückkehr ins Zentrum setzen Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung das klare Zeichen: Unser Platz ist mitten in der Stadt, deren Namen wir in den Zeitungstiteln tragen. Und das aus Überzeugung. Kommen Sie, schauen Sie, freuen Sie sich mit uns.

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