Laut Veranstalter demonstrieren 800 Frauen in Stuttgart für ihre Rechte. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Das Aktionsbündnis 8. März und Verdi Bezirk Stuttgart haben am Sonntag die Stuttgarter Frauen zum Streik auf den Karlsplatz aufgerufen.

Stuttgart - Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche haben sich am Sonntag auf dem Stuttgarter Karlsplatz versammelt. Insgesamt kamen nach Angaben des Veranstalters, dem Aktionsbündnis 8. März und Verdi Bezirk Stuttgart, rund 800 Menschen der Aufforderung nach, die Hausarbeit zu bestreiken und stattdessen auf die Straße zu gehen.

„Gleiches Recht für alle“ oder „Nein heißt Nein“ ist auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen, die anlässlich des Internationalen Frauentags ihre Stimme erheben. Eine von ihnen ist die 13-jährigen Adea aus Stuttgart-Degerloch. „Sei die Heldin deines Lebens. Nicht das Opfer“ steht auf ihrem selbst gemachten Plakat. „Frauen kennen ihre Macht nicht. Sie müssen aufstehen und dafür kämpfen – ihre eigene Heldin sein“, erklärt sie. Dabei geht es ihr auch darum, dass Frauen „nicht immer für ihre Arbeit respektiert werden und vieles was sie machen als selbstverständlich angesehen wird“, so die Schülerin.

In puncto Gleichberechtigung noch was zu tun

Unter dem Motto „Selbstbestimmt! Im Job, zu Hause, überall“ demonstrieren die Stuttgarter heute aber nicht nur für sich: „Geflüchtete Frauen werden beispielsweise doppelt diskriminiert. Uns geht es nicht darum nur national zu kämpfen, sondern international. Wir müssen uns solidarisch zeigen“, so eine Sprecherin des Bündnisses.

Aber auch in Stuttgart selbst ist in puncto Gleichberechtigung noch einiges zu tun. Findet beispielsweise auch Oberbürgermeister-Kandidatin Veronika Kienzle (die Grünen), die ebenfalls auf den Karlsplatz gekommen ist: „Mit Frauenrechten ist es wie mit Integration, man muss permanent weiter machen, auch hier in Stuttgart.“

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