In Stuttgart herrscht Feinstaubalarm. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Seit Montag herrscht Feinstaubalarm in Stuttgart. Am Donnerstag lag der Wert am besonders belasteten Neckartor bei etwa 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Das entspricht dem höchsten Wert, den die EU für diesen Schadstoff zulässt.

Stuttgart - Auch am vierten Tag in Folge herrscht Feinstaubalarm in Stuttgart. Nach den Daten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) lag bei der ersten Messung am Donnerstag der Wert am besonders belasteten Neckartor in der Innenstadt bei etwa 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Das entspricht dem höchsten Wert, den die EU für diesen Schadstoff zulässt. Mit einem Tagesmittelwert von 49 Mikrogramm war die Belastung am Mittwoch im Vergleich zum Vortag allerdings etwas zurückgegangen. Am Dienstag waren im Schnitt 53 Mikrogramm gemessen worden. Zum Vergleich: Noch in der vergangenen Woche hatte die LUBW Werte von unter 40 Mikrogramm gemeldet.

Seit Montag ruft die Stadt Autofahrer auf, ihr Fahrzeug stehenzulassen. Außerdem müssen Kamine, die nur der Gemütlichkeit dienen, ausbleiben. Das Ende des Feinstaubalarms war nach Angaben der Stadt zunächst weiter offen. Erlaubt sind im Jahr 35 Überschreitungstage der EU-Grenze. Diese Zahl wurde 2017 allerdings schon übertroffen.

In Stuttgart wird der Alarm von Mitte Oktober bis Mitte April ausgelöst, wenn Experten an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre erwarten. Auch trockenes Wetter und Windstille tragen dazu bei. Der Alarm dürfte daher wohl noch ein paar Tage andauern: In Stuttgart ist erst ab dem Wochenende wieder Regen angesagt.

Der Feinstaubalarm wird seit Anfang 2016 ausgerufen. Nach Angaben des Deutschen Städtetags ist Stuttgart bundesweit die einzige Großstadt, die dem Kampf gegen gesundheitsschädlichen Feinstaub damit begegnet.

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