Blick auf die neuen Leitungen Foto: Recklies

An der Kreuzung Felix-Dahn- und Karl-Pfaff-Straße in Stuttgart-Degerloch klafft ein großes Loch. Seit Monaten werkeln die Arbeiter in der Gegend – mit erheblichen Folgen für die Anwohner.

Degerloch - Das ist fast schon Mikadospielen mit den Leitungen“, sagt Roland Kurz, der im Tiefbauamt der Landeshauptstadt für die seit Ende 2017 bestehende Baustelle auf und entlang der Felix-Dahn-Straße in Degerloch verantwortlich zeichnet. Wegen der erforderlichen Verlegung neuer Abwasserkanäle im Degerlocher Zentrum – die Arbeiten an der Löwenstraße sind inzwischen abgeschlossen – klafft gegenwärtig ein großes Loch im Kreuzungsbereich von Felix-Dahn- und Karl-Pfaff-Straße. „Das sieht fast aus wie ein Bombentrichter“, sagt Kurz. Er hofft darauf, dass die Arbeiten dort schnell abgeschlossen werden können.

An der verkehrstechnisch neuralgischen Stelle werden im Degerlocher Untergrund jedoch nicht nur größere Abwasserkanäle verlegt. Eine Herausforderung für die Tiefbauer sind im Kreuzungsbereich die über den Abwasserkanälen liegenden Gas- und Wasserleitungen der Netze BW. Diese müssen verlegt werden, bevor in einem zweiten Schritt die Abwasserkanäle in den Untergrund kommen. Außerdem wird ein neuer Kanalschacht gesetzt. „Der Kanal wird am Ende an der tiefsten Stelle in der Straße liegen“, so Kurz.

Die Arbeiten liegen laut Stadt gut in der Zeit

Nach Abschluss der Arbeiten durch die Netze BW wird vermutlich schon Mitte Oktober die Kreuzung zunächst wieder provisorisch gerichtet. Erst später kommen dann die gegenüber den alten Röhren größeren Kanäle in den Boden. „Diese waren nicht mehr in einem Topzustand und werden zudem aufdimensioniert“, so Kurz. In einem Aufwasch mit den Leitungen des Versorgers Netze BW habe man diese aber nicht verlegen können.

Laut Roland Kurz liegen die Firmen mit der Ausführung der Arbeiten „gut in der Zeit“. Bis zum Frühjahr des kommenden Jahres sollen sie komplett abgeschlossen sein. Einen genauen Zeitpunkt könne er aber nicht nennen, sagt Kurz. Denn sollte nach dem Jahrhundertsommer ein ebensolcher Jahrhundertwinter kommen, könnte dieser den Zeitplan erheblich durcheinanderbringen. Derzeit geht man im städtischen Tiefbauamt aber davon aus, dass die Maßnahme in den „prognostizierten anderthalb Jahren Bauzeit“ auch beendet werden kann. „Wenn die Arbeiten im Kreuzungsbereich Felix-Dahn- und Karl-Pfaff-Straße abgeschlossen sind, haben wir jedenfalls das meiste geschafft“, so Kurz. Rund zwei Drittel der erforderlichen Arbeiten seien inzwischen erledigt. „Es läuft im Prinzip alles planmäßig.“

Noch vor dem Winter sollen nicht nur die Arbeiten im Kreuzungsbereich erledigt sein, auch hofft man im Tiefbauamt darauf, die Kanalarbeiten in Richtung Epplestraße bis zum Heuglinweg zügig abschließen zu können.

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