Wo geht es Richtung Tübingen und Reichsautobahn? 1942 führt der Weg über die Epplestraße, damals Tübinger Straße. In der Bildergalerie spazieren wir ins belebte Degerlocher Ortszentrum. Foto: Stadtarchiv/FN250-101

Vor 80 Jahren hieß die Epplestraße noch Tübinger Straße und fungierte als Bundesstraße. Und was war mit dem Ortskern? Das zeigt unser virtueller Spaziergang im Jahr 1942.

Die Epplestraße kennt man auch, wenn man nicht in Degerloch lebt. Die bis heute quirlige Geschäftsstraße im Ortskern durchquert man aus vielen Gründen. 1942 war sie noch der direkte Weg nach Italien, wie Albert Raff in seinem 2011 herausgegebenen Buch „Ansichtssache Degerloch“ schreibt. Damals hieß die Straße noch Tübinger Straße und war die Bundesstraße 27, die über Tübingen und die Schweiz gen Süden führte.

 

1957 wurde sie zugunsten der gleichnamigen Straße in Stuttgart-Süd umbenannt und trägt seither den Namen des örtlichen Bauunternehmers Gustav Epple. Wie sie vor 80 Jahren aussah, ist selbst Ortshistorikern wie Raff weitgehend unbekannt. „Abbildungen von Degerlocher Straßen sind recht selten“, schreibt er in seinem Buch.

Blick in die Seitenstraßen

Die Tübinger beziehungsweise Epplestraße ist zwar eine Ausnahme, weil es von ihr einige historische Postkarten gibt. So lebhaft wie im Bestand für unser historisches Fotoprojekt „Stuttgart 1942“ ist sie dort aber nicht dokumentiert. Die von städtischen Beamten angefertigten Aufnahmen waren eben keine Postkartenmotive, sondern dokumentierten das Stadtbild und zufällig auch den Alltag der Degerlocher Bevölkerung.

In der Bildergalerie spazieren wir einmal virtuell durch die Epplestraße und werfen einen Blick in die Seitenstraßen sowie in die Große Falterstraße. Kommen Sie mit auf einen bislang unbekannten Streifzug durch das Degerloch von vor 80 Jahren!

Bilder vieler weiterer Stuttgarter Straßen finden Sie auf unserer Projektseite zu „Stuttgart 1942“.