Hier ist noch Platz für ein weiteres Hochhaus. Der Baukonzern Strabag wird es erstellen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Strabag Real Estate GmbH hat den Bieterwettbewerb um das Hochhaus-Grundstück an der Heilbronner Straße gewonnen. Der Neubau soll in 24 Monaten hochgezogen werden.

Stuttgart - . Im Poker um den letzten Hochhausstandort in der Innenstadt hat sich die Kölner Strabag durchgesetzt. Für die 1768 Quadratmeter auf dem Stuttgart-21-Grundstück an der Heilbronner Straße waren von der Bahn AG zuletzt um die 18 Millionen Euro erwartet worden.

„Zum Kaufpreis haben wir Stillschweigen vereinbart“, sagt der Strabag-Projektentwickler Axel Möhrle. Der Baukonzern, der für das Grundstück die „Turm am Mailänder Platz GmbH &  Co KG“ gegründet hat, setzt bei der Nutzung auf Büros und Hotelzimmer. Wohnungen wolle man in dem 60 Meter hohen Gebäude nicht unterbringen. „Wir sehen den Markt aufnahmefähig für Büros oder ein Hotel oder beide Nutzungen“, sagt Möhrle. Die Entscheidung solle in den nächsten drei Monaten fallen. Bei der Suche nach einem Hotelbetreiber vertraue man auf einen exklusiven Berater. Ein Mitbewerber um das Grundstück hatte für ein Hotelinvestment die Marriott-Gruppe ins Spiel gebracht. Sie wolle in der Landeshauptstadt Flagge zeigen. An die 400 Zimmer wären möglich.

Strabag, die auf dem S-21-Gelände schon beim Milaneo tätig war, muss für die Architektur einen Realisierungswettbewerb ausloben. Diese Vorgabe von der Stadt an die Bahn habe man mit dem Kauf übernommen. Gebaut werden könnte ab Ende 2017. Ende 2019 soll das Haus bezugsfertig sein. Für die Baulogistik ist auf dem Gelände kein Quadratmeter Platz. „Über die Logistik haben wir mit der Bahn lange verhandelt“, so Möhrle. Strabag könne das nebenliegende, rund 14 000 Quadratmeter große Baufeld 4 einige Zeit nutzen. Die Bahn will diese riesige Fläche entlang der Heilbronner Straße noch in diesem Jahr zum Verkauf ausschreiben. Dort wären grundsätzlich Büros möglich. Allerdings sucht die Stadt Flächen für ein Kongresszentrum. Auch dafür war das Grundstück bereits in den Blick gerückt.

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